Mit Freshfields Bruckhaus Deringer (37 Millionen Euro Umsatz), Linklaters (28 Millionen Euro Umsatz) sowie Clifford Chance (30 Millionen Euro Umsatz) schafften es gleich drei Kanzlei-Steuerpraxen in den Kreis der 20 umsatzstärksten Steuerberatungseinheiten. Auch wenn ihre Umsätze im Steuerbereich nicht ansatzweise die im Vergleich astronomischen Höhen der Big Four erreichen, macht den Magic-Circle-Kanzleien mit einer anderen Kennziffer keine andere Einheit etwas vor: Mit einem Umsatz pro Berufsträger (UBT) jenseits der 700.000 Euro bildet das Trio die absolute Spitzengruppe in Sachen Produktivität.
Auch PwC überschreitet den UBT von 700.000 Euro knapp. Die übrigen Big Four scheinen den Kanzleien mit Umsätzen pro Berufsträger von mehr als 500.000 oder 600.000 Euro ebenfalls dicht auf den Fersen. Sie arbeiten allerdings mit einem gänzlich anderen Hebel als die klassischen Wirtschaftssozietäten, sprich: die Leverage von Berufsträgern zu steuerlich sonst tätigen Mitarbeitern ist bei den Big Four in etwa dreimal so hoch wie bei den Kanzleien. Denn während der Umsatz pro Mitarbeiter (UMA) im Steuerbereich bei Freshfields, Linklaters und Clifford nahezu dem UBT entspricht, kommen die Big Four hier nur noch auf Werte von etwas mehr als 200.000 Euro
Unangefochtener Branchenprimus im Steuersegment bleibt EY. Mit knapp 590 Millionen Euro setzte die Big-Four-Gesellschaft nicht nur fast 150 Millionen Euro mehr um als die zweitplatzierte PwC, sie baute ihren Vorsprung sogar noch einmal deutlich aus. Während das Steuergeschäft bei PwC mit einem mageren Zuwachs von gerade einmal 0,1 Prozent quasi stagnierte und KPMG das Steuer-Geschäftsjahr gar mit einem leichten Minus von 1,6 Prozent abschloss, konnte sich die noch bis vor Ende Juni 2018 amtierende deutsche EY-Steuerchefin Ute Benzel über ein Plus von 10,5 Prozent freuen.
Mehr zu den Umsätzen der 20 stärksten Steuerberatungseinheiten lesen Sie hier und im JUVE Handbuch Steuern, das am 20. April erstmals erscheinen wird.