Strafrecht

Livonius-Partnerin eröffnet eigene Kanzlei, Nachfolger kommt von Ufer Knauer

Es gibt erneut Bewegung unter den deutschen Wirtschaftsstrafrechtlern: Antje Klötzer-Assion, langjährige Equity-Partnerin in der Frankfurter Boutique Livonius, macht sich selbstständig. Dafür kommt zum Juni Dr. Rafael van Rienen von Ufer Knauer als Salary-Partner zu Livonius. Und Ufer Knauer füllt die Lücke in Frankfurt mit Dr. Björn Boerger von Baker & McKenzie.

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Antje Klötzer-Assion
Antje Klötzer-Assion

Die langjährige Livonius-Anwältin Antje Klötzer-Assion hat ihre anwaltliche Karriere 2004 in der bekannten Strafrechtsboutique begonnen, seit 2013 ist sie wie Namenspartnerin Dr. Barbara Livonius Equity-Partnerin. Ihre Erfahrungen in der Branche reichen jedoch deutlich weiter zurück: Klötzer-Assion war vor und während ihres Jurastudiums Ermittlungsbeamtin bei der Zollfahndung.

Nach 15 Jahren in der gleichen Einheit will sie nun noch einmal den Sprung in die Eigenständigkeit wagen und sich dabei weiter dem Ausbau ihrer Kernberatungsgebiete widmen: Dazu gehören Arbeits-, Medizin- und Baustrafrecht. Auch wenn sie häufig in der Indiviualverteidigung engagiert ist, so zählen auch Unternehmen zu ihren Mandanten, beispielsweise internationale Baukonzerne.

Rafael van Rienen
Rafael van Rienen

Bei Livonius steigt im Juni nun Dr. Rafael van Rienen zunächst als Salary-Partner ein. Van Rienen hat schon zu Beginn seiner Laufbahn internationale Erfahrung im Wirtschaftsstrafrecht gesammelt: Er ist im US-Bundesstaat New York als Anwalt zugelassen und arbeitete nach seiner Ausbildung zunächst in Washington und später in Frankfurt für Latham & Watkins. Dabei spezialisierte er sich auf multinationale Ermittlungsverfahren mit US-Bezug sowie interne Ermittlungen. Zu seinen Mandanten gehörten dabei sowohl Unternehmen als auch deren Manager und Mitarbeiter. Damit ergänzt er das Know-how von Livonius, die jahrelange Erfahrung mit dem Bankensektor hat, sowohl in der Individualverteidigung als auch in der Unternehmensberatung. Bekannt ist beispielsweise, dass die frühere Deutsche Bank-Syndika Barbara Livonius den ehemaligen Vorstand der Maple Bank, Wolfgang Schuck, gegen Cum-Ex-Vorwürfe verteidigt.

Björn Boerger
Björn Boerger

Van Rienen hatte 2017 das kleine Frankfurter Büro für Ufer Knauer eröffnet, die neben dem Hauptstandort München noch eine Niederlassung in Berlin unterhält. Sein Nachfolger Dr. Björn Boerger war zuletzt Associate bei Baker & McKenzie und sowohl in München und Zürich als auch in Frankfurt eingesetzt. Die Kanzlei ist bekannt für Compliance-Beratung und interne Ermittlungen bei Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen, häufig mit internationalen Verbindungen. Dabei arbeitete Boerger häufig im Team des Münchner Corporate- und Compliance-Partners Dr. Franz Leisch. Unterstützt wird Boerger in Frankfurt von zwei Associates.

Ufer Knauer vertritt im Zusammenhang mit Cum-Ex die Commerzbank und die Deutsche Börse sowie Individualbeschuldigte in zahlreichen Häusern. Zuletzt machte die Kanzlei mit der Mandatierung durch Freshfields Bruckhaus Deringer zur Abwehr von Cum-Ex-Vorwürfen auf sich aufmerksam.

 

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