Frankfurt

Taylor Wessing holt Partner für Wirtschaftsstrafrecht

Taylor Wessing beabsichtigt, in Frankfurt eine Praxis für Wirtschaftsstrafrecht aufzubauen. Dazu schließt sich zum Dezember Dr. Jan-Lieven Stöcklein der Kanzlei als Equity-Partner an. Der 41-Jährige kommt von PwC Legal, wo er seit 2018 tätig war.

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Jan-Lieven Stöcklein

Bei PwC Legal stieg Stöcklein im Jahr 2020 von der Position des Senior Managers zum Director auf, was in anderen Kanzleien der Position des Local Partners entspricht. Mit ihm wechseln nun zwei Associates.

Für Taylor Wessing ist das Wirtschaftsstrafrecht ein bisher unbestelltes Feld. Stöcklein wird sich dort insbesondere der Durchführung und Leitung von Investigations bezüglich potenzieller Straftaten und Ordnungswidrigkeiten widmen. Dabei wird er vor allem eng mit den Anwälten der Compliance-Praxis von Taylor Wessing zusammenarbeiten, die mit fast fünfzig Berufsträgern beispielsweise Ceconomy, das Start-up Infarm sowie Thyssenkrupp beraten. Auch eine enge Abstimmung mit den Arbeits-, IT- und Gesellschaftsrechtlern ist vorgesehen.

In der Vergangenheit war Stöcklein unter anderem mit Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Skandal, der Dieselaffäre und den Panama Papers befasst. Vor seiner Zeit bei PwC Legal war er bei White & Case tätig.

Bei PwC Legal wird ihm inhaltlich Senior Manager Tobias Gans nachfolgen, der 2018 gemeinsam mit Stöcklein von White & Case kam. Mit den beiden wechselte damals auch die Steuerberaterin und Anwältin Christine Hüschemenger zu PwC Legal. Sie stieg 2020 wie Stöcklein von der Senior Managerin in die Position des Directors auf und wird organisatorisch von Stöcklein nun die Leitung des Bereichs ‚White Collar Crime‘ in Frankfurt und Stuttgart übernehmen.

Insgesamt zählt die Praxis Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht bei PwC Legal rund 15 Berufsträger und steht unter der Leitung von Dr. Thorsten Zumwinkel.

Das Team wird sich zum Jahreswechsel mit dem Anwalt und Steuerberater Felix Gerber verstärken, der von Streck Mack Schwedhelm kommen wird. Als Senior Manager wird er zunächst von Köln und dann von Hamburg aus tätig sein. Mit Hamburg ist die Wirtschafts- und Steuerstrafrechtspraxis dann – neben Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Berlin, München und Stuttgart – an sieben Standorten vertreten.

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