Mit fast identischer Personalstärke stieg auch der Umsatz pro Berufsträger (UBT) um mehr als elf Prozent auf 349.000 Euro. In den beiden Vorjahren war er noch leicht gesunken. Mit dem aktuellen UBT zieht Kapellmann etwa wieder an FPS Fritze Wicke Seelig vorbei, von der sie im Vorjahr überholt worden war.
Die positive Entwicklung der Baubranche spielte nach Angaben der Kanzlei für das Resultat kaum eine Rolle. Tatsächlich verläuft die Umsatzentwicklung der deutschen Baurechts-Boutiquen meist weitgehend unabhängig vom Zustand der beratenden Branche. „Wir ernten heute die Früchte unserer kontinuierlichen qualitativen Weiterentwicklung“, sagte Prof. Dr. Werner Langen, Sprecher der geschäftsführenden Partner.
Langen verwies vor allem auf den Ausbau des Geschäfts in den Bereichen abseits der immobilienorientierten Beratung, etwa im Wirtschaftsstrafrecht, Kartell- oder Gesellschaftsrecht.
Im Vorjahr hatte die Kanzlei mit nahezu identischer Mitarbeiterzahl einen Gewinn von gut 14,7 Millionen Euro erzielt. Geht man für 2011 von einer vergleichbaren Kostenquote aus, ergibt sich ein Gesamtgewinn von um die 17 Millionen Euro. Der Gewinn pro Equity-Partner dürfte rechnerisch damit wieder die 400.000-Euro-Marke übersprungen haben, nachdem er 2010 knapp unter diesen Wert gerutscht war.