Ashurst erzielte in Deutschland einen Umsatz von 31,4 Millionen Euro. Da die durchschnittliche Zahl der Anwälte bei 67 stabil blieb, erhöhte sich der Umsatz pro Berufsträger (UBT) ebenfalls um etwa drei Prozent auf rund 467.000 Euro. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte die Kanzlei ihren UBT noch um 27,5 Prozent steigern können. Grund dafür war damals neben der starken Umsatzentwicklung (14,7 Prozent plus) aber auch ein kräftiger Abbau von Associates. Dass die Personaldecke nun auf dem Vorjahresniveau verharrte, zeigt, dass sich die Lage in der Kanzlei stabilisiert.
Mit ihrer Entwicklung bleiben die Kennzahlen der deutschen Ashurst-Büros leicht hinter denen der Gesamtkanzlei zurück: Die britische Sozietät wuchs insgesamt um 6 Prozent auf 322 Millionen Pfund.
„Die Marktbedingungen sind schwierig und die Stundensätze stehen weiter unter Druck“, erklärt Managing-Partner Peter Junghänel die moderate Entwicklung in Deutschland. Zudem habe die Kanzlei ihre Strategie geändert: „Wir lassen auch mal Chancen liegen, die nur kurzfristig Profit bringen“, sagt Junghänel. „Stattdessen legen wir Wert auf langfristiges Wachstum und nachhaltige Mandatsbeziehungen.“ Seit dem Zusammenschluss mit der australischen Kanzlei Blake Dawson im März 2012 stellen sich die deutschen Ashurst-Büros außerdem internationaler auf.
Besonders kräftig legte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Bereichen Immobilien und Finanzen zu. Beide waren vor zwei Jahren von der Krise stark angeschlagen und befinden sich jetzt auf Erholungskurs. Der Immobilienpraxis kommt vor allem das anziehende Transaktionsgeschäft zugute. Der Bereich Anleihen und Derivate profitiert vom derzeit boomenden Anleihengeschäft; hier berät Ashurst aufseiten von Investmentbanken. (Christin Nünemann)