Zuwachs in Litigation

Kaye Scholer expandiert weiter mit Linklaters-Partner

Kaye Scholer baut ihren einzigen deutschen Standort in Frankfurt weiter aus. Die US-Kanzlei gewinnt zum März mit Dr. Michael Weigel einen erfahrenen Prozessrechts-Partner aus dem Frankfurter Linklaters-Büro.Der 49-Jährige ist 2008 schon der zweite Partnerzugang mit einem Hauptaugenmerk auf Konfliktlösung und Prozessführung. Mitte Januar war der bekannte IP-Litigator und Patentrechtler Wolfgang Leip von Mayer Brown gekommen.

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Weigels Schwerpunkte waren bislang die Prozessführung im Corporate-Bereich, aber auch bank- und finanzrechtliche Konflikte. So vertrat er vor zwei Jahren etwa den früheren Vorstand der Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) – heute Corealcredit – bei einer Schadensersatzklage der Gesellschaft und kurz zuvor JP Morgan beim Streit um die Restrukturierung des Kabelnetzbetreibers Primacom.

Dr. Gottfried Freier, Managing Partner des Frankfurter Kaye Scholer-Büros, sieht in Weigel „ein weiteres Schwergewicht im Bereich Prozessführung“. Auf dem Gebiet arbeiten nun sieben Anwälte für die Kanzlei. Als dritter Partner neben Leip und Weigel ist Dr. Klaus Eyber tätig (Corporate/Litigation).

Linklaters hatte ihr Litigation-Team jüngst umgestellt und zu einem großen Teil in Frankfurt zusammengezogen. Vor Weigel waren in diesem Jahr unter anderem schon der anerkannte und zuletzt als of Counsel tätige Schiedsrichter Dr. Klaus Günther (zu Oppenhoff) ausgeschieden. Bereits 2007 war Dr. Matthias Haas gewechselt (zu Aderhold Gassner).

Neben Weigel und Leip hat sich Kaye Scholer in Frankfurt auch an anderer Stelle verstärkt: Mit Dr. Klaus Schubäus stieß ein Experte für Immobilienfinanzierungen als of Counsel zu der Kanzlei. Schubäus hatte bislang als Bereichsleiter und Immobilienkreditvorstand verschiedener großer Hypothekenbanken fungiert. (Jörn Poppelbaum)

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