Juve Plus Anleihe

Mit Freshfields und Linklaters alte Bekannte bei Hybridpapier der Börse dabei

Die Deutsche Börse hat eine Unternehmensanleihe im Wert von 550 Millionen Euro begeben. Damit sollen weitere Mittel für die Refinanzierung der US-Optionsbörse ISE gewonnen werden, die die Deutsche Börse AG in diesem Frühjahr erworben hatte. Das Papier hat als Hybridanleihe eigenkapitalähnlichen Charakter und erfüllt die von der Ratingagentur Standard & Poor's gestellten Anforderungen als so genannter Equity-Credit: Sie hat eine lange Laufzeit (bis 2038), der Emittent kann Zinszahlungen aufschieben und die Gläubiger der Anleihe werden im Falle einer Insolvenz nachrangig gegenüber den anderen Gläubigern behandelt. Die Anleihe ist damit die erste breit gestreute und großvolumige Hybridanleihe seit Beginn der Fremdfinanzierungskrise im Sommer des vergangenen Jahres. Als Konsortialbanken agierten Deutsche Bank, Morgan Stanley, BNP Paribas und Dresdner Kleinwort. (Jörn Poppelbaum)

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Berater Deutsche Börse

LINKLATERS (Frankfurt): Peter Waltz (Federführung), Dr. Herbert Harrer, Dr. Gabiele Röhl (Co-Federführung; alle Kapitalmarktrecht), Associates: Dirk Eisel, Florian Wirth (beide Kapitalmarktrecht), Gregory Walker (Steuerrecht)

Berater Banken

FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER (Frankfurt): Dr. Christoph Gleske; Associates: Birgit Schweikl, Moritz Voges

Nur kurze Zeit vorher hatte die Deutsche Börse bereits eine 500 Millionen schwere Anleihe begeben, ebenfalls um den ISE-Erwerb zu stemmen. Die Beraterteams waren dabei dieselben wie jetzt: Linklaters-Partner Waltz und Freshfields-Partner Gleske sind zwei der renommiertesten Berater für Hybridanleihen in Deutschland.

Gleske berät immer wieder Unternehmen und Banken bei komplexen eigenkapitalähnlichen Konstrukten, wie im Jahre 2006 etwa bei der zwei Milliarden Euro schweren Hybridkapitalanleihe von Siemens oder bei Hybridpapieren der Dresdner Bank (1,75 Milliarden Euro) oder der Commerzbank (2,2 Milliarden Euro).

Waltz begründete vor Jahren mit der Beratung von Eigenkapitalanleihen im Versicherungssektor – wie etwa der Hannover Rück 2004 oder mehrerer komplexer Transaktionen der Allianz im gleichen Jahr- seinen erstklassigen Ruf. Im Gegensatz zur jetzigen Transaktion ist er dabei häufig auf Seiten der Banken zu finden.

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