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15.01.2009

Milliardenangebot: Norton Rose und Hengeler beraten RWE beim Essent-Einstieg

Der Energieriese RWE hat sich entschlossen, ein 9,3 Milliarden Euro schweres, verbindliches Barangebot für den niederländischen Konzern Essent abzugeben. Es geht um die Übernahme sämtlicher Anteile an dem Energieunternehmen, allerdings ohne dessen Netz- und Entsorgungsgeschäft.Darauf einigten sich beide Unternehmen Anfang der Woche. Noch hängt die formale Angebotsunterzeichnung von der Stellungnahme des Works Council von Essent ab. Allerdings ist die Übernahme durch die Unternehmensführungen als einverständliches Zusammengehen geplant. Auch soll die Marke Essent erhalten bleiben.

Die Anteilseigner von Essent sind vor allem eine größere Anzahl von Kommunen und sechs niederländische Provinzen, darunter Nord Brabant und Limburg. RWE hat es auch deshalb zur Bedingung gemacht, dass ihr 80 Prozent des ausstehenden Grundkapitals von Essent angedient werden.

Durch den Erwerb von Essent wird RWE zu einem führenden Energieanbieter in Benelux. Die Kartellbehörden werden das Vorhaben deshalb sehr intensiv prüfen. (Antje Neumann)

Berater RWE
NORTON ROSE (Amsterdam): Weero Koster (Federführung; Corporate Finance), Wouter Hertzberger (Bankrecht), Simon Currie (Bankrecht), Alan Crookes, Mauro Mattiuzzo (beide Corporate Finance), Louise Higginbottom (Tax), Richard Hill, Erol Huseyin, Michael Taylor, John Wood (alle Banking)
HENGELER MUELLER : Dr. Wolfgang Meyer-Sparenberg, Dr. Andreas Austmann (beide M&A; Düsseldorf), Dr. Thomas Cron, Dr. Heinrich Knepper (beide Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Horst Satzky (Frankfurt), Dr. Christoph Stadler (Düsseldorf; beide Kartellrecht), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Dirk Uwer (Regulierungsrecht; Düsseldorf); Associates: Dr. Michael Breyer, Dr. Ingo Fuchs, Dr. Sven Greulich, Dr. Philipp Hanfland, Dr. Markus Röhrig, Dr. Thoralf Herbold, Dr. Christian Schröder, Dr. Maurice Séché (alle Düsseldorf), Dr. Klaus Hellermann, Dr. Matthias Neumann, Dr. Hendrik Bockenheimer, Dr. Alexander Wenz, Dr. Judith Erren (alle Frankfurt)
LYDIAN (Brüssel): Wouter Neven; Associate: Sara Burm (beide Corporate)
INHOUSE (Essen): Dr. Manfred Döss (General Counsel), Christian Ring (Leiter M&A-Recht), Roland Pappel (Juristische Projektleitung), Dr. Nina Fürer (beide M&A), Dr. Ulrich Rust (Leiter Kartellrecht), Hubertus Kleene (Kartellrecht)

Berater Essent
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER) (Amsterdam): Steven Perrick, Shawn der Kinderen (beide Unternehmensrecht), Winfred Knibbeler (Kartellrecht), Hans Galavazi (Steuerrecht); Associates: Harald Spruit, Alexander Doorman (beide Unternehmensrecht)

Berater Essent-Anteilseigner
SIMMONS & SIMMONS (Rotterdam): Willem de Nijs Bik (Federführung, Corporate), Marco Slotboom (Kartellrecht; Brüssel), René van Eldonk (Steuerrecht; Amsterdam); Associates: Jacques Kröner (Co-Federführung, Corporate), Iman Brinkman (Öffentliches Recht), Marc van Beuge (Energierecht)

Die Käuferin RWE war in der Transaktion nicht nur mit einem großen Inhouse-Team aktiv, sie mandatierte auch in den drei betroffenen Ländern unterschiedliche Kanzleien.

Die Mandatsbeziehung zu den Amsterdamer Norton Rose-Anwälten, insbesondere zu Weero Koster, besteht schon etliche Jahre. Unter anderem begleiteten sie den Energiekonzern auch schon zur Entwicklung von Offshore-Windparks, außerdem zu Akquisitionen in den Niederlanden und Griechenland.

In Deutschland zählt Hengeler zu den regelmäßigen Beratern, auch in den zuletzt sehr aktuellen kartellrechtlichen Fragen. Die kleine belgische Kanzlei Lydian wurde auf Empfehlungen hin erstmalig mandatiert.

Freshfields zählt für Essent zu den regelmäßig beauftragten Kanzleien in Holland.

Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 14. Januar 2008

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