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28.02.2009

Finanzierung für BayernLB

Die angeschlagene BayernLB hat zu ihrer Stabilisierung ein Paket von Finanzierungsmaßnahmen abgeschlossen.Das dreiteilige Rettungspaket besteht aus einer Kapitalerhöhung durch den Freistaat Bayern über 10 Milliarden Euro, einer Liquiditätsgarantie durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) über 15 Milliarden Euro sowie einer Abschirmung risikobehafteter ABS-Papiere in Höhe von rund 6 Milliarden Euro.

Bereits im Dezember wurde das Kapital um drei Milliarden Euro erhöht, die weitere Erhöhung über sieben Milliarden Euro soll noch im ersten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Sämtliche Hilfsmaßnahmen bedurften der Genehmigung der Europäischen Kommission, die noch im Dezember 2008 erteilt wurde. (René Bender)

Berater BayernLB
Freshfields Bruckhaus Deringer : Dr. Benedikt Wolfers (Öffentliches Wirtschaftsrecht; Berlin), Dr. Matthias-Gabriel Kremer (Unternehmensrecht; Frankfurt; beide Federführung), Dr. Andreas von Bonin (Kartellrecht; Brüssel), Dr. Norbert Schneider (Steuerrecht; Köln/Düsseldorf), Andreas Bartsch, Dr. Christoph Gleske (beide Bank- und Finanzrecht; Frankfurt); Associates: Markus Rau, Christian Ademmer (beide Öffentliches Wirtschaftsrecht; Berlin), Dr. Stefan Bressler, Dr. Andreas Rasner, Ralf Tietz (alle Unternehmensrecht; Frankfurt), Fabian Kaisen (Kartellrecht; Brüssel), Dr. Georg Roderburg (Steuerrecht; Köln), Dr. Alexander Glos (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt)
@Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Stefan Krauss; Associate: Dr. Kolja Stehl
Inhouse (München): Walther Schmidt-Lademann (Chief Legal Counsel), Franz Kögelmeier (Abteilungsleiter), Dr. Anton Beigel (Leiter Debt Capital Markets)

Berater Freistaat Bayern
Linklaters : Dr. Kurt Dittrich (Frankfurt), Dr. Wolfgang Krauel, Dr. Hans-Joachim Holzapfel; Associate: Dr. Timo Engelhardt (alle München) – aus dem Markt bekannt

Berater SoFFin
Inhouse (Frankfurt): Keine Nennungen

In der Transaktion trafen mit Freshfields, Hengeler und Linklaters die drei wohl derzeit am prominentesten involvierten Kanzleien bei den unterschiedlichen Rettungsmaßnahmen im Bankensektor aufeinander. So waren die Sozietäten auf unterschiedlichen Seiten und Konstellationen schon häufig im Zusammenhang mit bedeutenden Rettungsmaßnahmen vertreten. Beispiele sind etwa die Hilfen für die Hypo Real Estate oder zuletzt auch die Beratung bei staatlichen Garantieanleihen verschiedener Banken – unter anderem auch der Bayern LB.

Bei den umfangreichen Maßnahmen für die BayernLB steuerte Freshfields im Wesentlichen den Gesamtkomplex, so etwa die Abstimmung und die Verhandlungen mit dem SoFFiN, der Europäischen Kommission und den Anteilseignern. Hengeler zeichnete für die komplexe Abschirmung verantwortlich.

Linklaters war bis zum Jahresende für den Freistaat als Anteilseigner im Rahmen der Abschirmung und der Kapitalerhöhung tätig. Zum Jahresbeginn 2009 vergab der Freistaat das Mandat dann im Rahmen einer Ausschreibung neu – dem Vernehmen nach auch auf Initiative des Rechnungshofes. Linklaters, die sich wieder bewarb, kam dann allerdings nicht mehr zum Zuge. Wer neu in das Mandat kam, ist bislang nicht offiziell bekannt. Ein in dem Zusammenhang genannter Kanzleiname ist allerdings Clifford Chance.

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