Juve Plus Auto-Machtkampf beendet

Porsche holt Hengeler ins Boot

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  • JUVE

Der monatelange Machtkampf zwischen Porsche und VW ist beendet, der Weg für einen gemeinsamen Konzern scheint frei.

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Die Verbindlichkeiten des Stuttgarter Unternehmens sollen durch eine Kapitalerhöhung von mindestens fünf Milliarden Euro sowie den Einstieg des Golfemirats Katar über dessen Staatsfonds Qatar Investment Authority abgebaut werden, teilte Porsche mit.

Der Porsche-Aufsichtsrat, dem auch der Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück als stellvertretender Vorsitzender angehört, hat den Vorstand beauftragt, die Verhandlungen mit Katar zum Abschluss zu bringen. Durch die Maßnahmen sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, einen integrierten Autokonzern aus der Porsche SE und der Volkswagen AG zu bilden. Nach dem Aus für Wiedeking gilt es dabei als sicher, dass VW den Sportwagenhersteller schrittweise übernimmt und die Porsche AG, das Sportwagengeschäft, als zehnte Marke in den VW-Konzern eingliedert.

Ursprünglich wollte Wiedeking mit Porsche den 15-mal größeren VW-Konzern übernehmen. Der Sportwagenhersteller hatte unter großem Protest des Landes Niedersachsens, das aufgrund des VW-Gesetzes faktisch eine Sperrminorität im Autokonzern hat, seine Anteile an VW sukzessive aufgestockt und die Mehrheit von 51 Prozent übernommen. Allerdings verhob sich Porsche dabei finanziell und machte zehn Milliarden Euro Schulden.

Berater Porsche SE
HENGELER MUELLER (Düsseldorf): Dr. Andreas Austmann (Federführung), Dr. Gerd Sassenrath (Corporate), Dr. Carsten Schapmann (Corporate), Dr. Ernst-Thomas Kraft (Steuerrecht/Frankfurt) – aus dem Markt bekannt
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER (Frankfurt): Dr. Thomas Bücker (Gesellschaftsrecht), Dr. Christoph von Bülow (beide Gesellschaftsrecht), Wilfried Schaefer (Steuerrecht) – aus dem Markt bekannt
INHOUSE (Stuttgart): Dr. Konrad Wartenberg (Leiter Porsche-Rechtsabteilung) – aus dem Markt bekannt

Berater Land Niedersachsen
CMS HASCHE SIGLE (Hamburg): Dr. Christian von Lenthe (Gesellschaftsrecht), Dr. Heino Büsching (Steuerrecht; beide Federführung), Dr. Henrik Drinkuth, Dr. Michael Bauer (Kartell- und EU-Recht), Dr. Eva Annett Grigoleit (Gesellschaftsrecht), Dr. Fritz von Hammerstein, Dr. Hermann Müller, Dr. Christian Scherer-Leydecker (alle Öffentliches Recht); Associates: Dr. Janne Great Barrelet (Steuerrecht), Arne Burmester, Dr. Rainer Herzog (beide Gesellschaftsrecht), Dr. Wolfram Schwetzel (Öffentliches Recht; Köln), Dr. Matthias Nordmann (Kartell- und EU-Recht; Brüssel), Dr. Winfried Veil (Öffentliches Recht)
INHOUSE (Niedersächsische Staatskanzlei; Hannover): Dr. Mathias Middelberg, Dr. Ines Ahlmann-Otto

Berater VW
CLIFFORD CHANCE (Frankfurt): Dr. Wolfgang Richter, Johannes Perlitt – aus dem Markt bekannt
KPMG LAW (Frankfurt): Dr. Volker Balda, Nicole Baumeister (beide Due Diligence) – aus dem Markt bekannt
INHOUSE (Wolfsburg): Dr. Michael Ganninger – aus dem Markt bekannt

Berater Betriebsrat-Arbeitnehmervertreter im VW-Aufsichtsrat
WHITE & CASE (München): Dr. Christoph von Einem, Dr. Ines Buermeyer (beide M&A) – aus dem Markt bekannt

Berater Familienaktionäre Porsche
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER: Dr. Günther Horvarth (Wien), Dr. Stephan Waldhausen (beide Gesellschaftsrecht; Düsseldorf) – aus dem Markt bekannt

Berater Wolfgang Porsche
LOVELLS (Düsseldorf): Dr. Christian Eichner (Federführung/Gesellschaftsrecht), Dr. Kerstin Schmidt (Arbeitsrecht), Andreas Ege (Arbeitsrecht; München); Associates: Guido Brockhausen, Dr. Murad Mustafa Daghles, Dr. Sabine Kamp (alle Gesellschaftsrecht), Dr. Heiko Gemmel (Steuerrecht)

Berater Qatar Investment Authority
SHEARMAN & STERLING (Frankfurt): Dr. Roger Kiem – aus dem Markt bekannt

Berater Wendelin Wiedeking
GLEISS LUTZ (Stuttgart): Dr. Jobst-Hubertus Bauer; Associate: Dr. Christian Arnold (beide Arbeitsrecht)

Berater Holger Härter
GLEISS LUTZ (Stuttgart): Dr. Martin Diller (Arbeitsrecht)

Berater Uwe Hück
LADENBURGER NEIFEIND SCHMÜCKER & HOMANN (Pforzheim): Dr. Christoph Bühler, Dr. Felix Ladenburger (beide Gesellschaftsrecht/Arbeitsrecht); Associate: Dr. Henrike Vincon (Gesellschaftsrecht)

Freshfields berät Porsche schon länger. Im Corporate-Bereich betreut die Kanzlei die Porsche SE aber erst, seit die Stuttgarter Ende 2006 ihren Anteil bei VW über die Sperrminorität hinaus aufstockten. Auch bei der Umwandlung Porsches in eine Societas Europaea (SE) beriet Freshfields in 2007 und ebenso bei der später geplanten Übernahme der Mehrheit an VW. Bei beiden Mandaten spielte der Frankfurter Partner Bücker eine maßgebliche Rolle.

Dass Hengeler nun an der Seite von Freshfields die Porsche SE berät, hängt nach Marktinformationen damit zusammen, dass Freshfields schon lange für die Porsche-Eigner-Familien tätig ist. Für die Beratung der SE sollten jedoch noch weitere Meinungen einbezogen werden.

VW vertraute hier einmal mehr ihrer Stammberaterin Clifford. Die Kanzlei hatte den Wolfsburger Konzern mit dem Verkauf seines brasilianischen Lastwagengeschäfts Ende 2008 und einige Monate zuvor bei der Übernahme der schwedischen Scania-Gruppe in der jüngeren Vergangenheit gleich bei zwei großen Transaktionen begleitet.

CMS an der Seite von Niedersachsen zu sehen, überrascht. Denn als Porsche vor Monaten vor dem Landgericht Hannover gegen das Land Niedersachsen klagte, um durchzusetzen, dass die auf der Hauptversammlung 2008 gefassten Beschlüsse zur Aufhebung von Teilen der VW-Satzung gültig waren, ist noch Lovells auf Seiten von Niedersachsen aufgetreten. Nun beriet ein Lovells-Team den Aufsichtsratvorsitzenden Wolfgang Porsche bei den Verhandlungen über die Aufhebungsverträge der bisherigen Porsche-Führung. In das Mandat kam Lovells über Christian Eichner. Der in der Beratung zu Vorstandsverträgen erfahrene Partner hat zu Wolfgang Porsche auch gute persönliche Beziehungen.

CMS betreute bereits mehrfach die Porsche-Hauptversammlung und beriet das Unternehmen zuletzt auch beim Verkauf des Porsche-Zentrums Mannheim an das US-Unternehmen Penske. In das Niedersachsen-Mandat kam CMS nun durch einen gewonnenen Pitch.

Der renommierte Gleiss-Arbeitsrechtler Jobst-Hubertus Bauer vertrat Wiedeking erstmalig, hat jedoch große Erfahrung in der Beratung von Top-Managern wie etwa dem Ex-Telekom-Chef Ron Sommer oder Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld.

Ladenburger berät seit Jahren den Betriebsrat von Porsche, zuletzt etwa bei der Umwandlung in eine SE, und damit auch Uwe Hück, der als Betriebsratsvorsitzender auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche SE und der Porsche AG ist.

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