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Rettungspaket für die Nobiskrug-Werft

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Die Rendsburger Yachtwerft Nobiskrug ist vorerst vor der drohenden Insolvenz gerettet.Der Investor Abu Dhabi Mar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erwarb über eine Kapitalerhöhung eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte ThyssenKrupp Technologies die seit Anfang 2007 kriselnde Rendsburger Werft an den auf Guernsey ansässigen Finanzinvestor Eagle River Capital verkauft. Nach dem Eigentümerwechsel geriet Nobiskrug wieder in finanzielle Schwierigkeiten.

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Das neue Kapital benötigt Nobiskrug unter anderem zur Finanzierung des laufenden Geschäfts wie auch für künftig geplantes Wachstum der Gesellschaft. Ein Bankenkonsortium unter Führung der HSH Nordbank stellte im Rahmen der Transaktion eine Bauzeitfinanzierungslinie für die bestehenden Schiffbauverträge zur Verfügung. Diese Bauzeitfinanzierungslinie ist durch eine Bürgschaft des Landes Schleswig-Holstein abgesichert. ThyssenKrupp stellt der Werft im Rahmen bestehender Schiffbauverträge weitere Anzahlungsgarantien zur Verfügung.

Die 1905 gegründete Nobiskrug-Werft ist auf den Neubau mittelgroßer Megayachten, Neuausstattung sowie eparaturservice spezialisiert. Das Unternehmen erwirtschaftet mit über 400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 100 Milionen Euro. Dem neue Mehrheitseigner Abu Dhabi Mar gehört bereits eine bedeutende Werft für den Bau von Superyachten in der Golf-Region.

Berater Abu Dhabi Mar

Latham & Watkins (Hamburg): Dr. Christian Scharff (Federführung; M&A), Frank Grell (Restrukturierung); Associates: Heinrich Bälz (M&A), Dr. Fabian Stancke (Kartellrecht)

Berater Eagle River Capital

Lovells (Hamburg): Dr. Jörg Paura (M&A); Associate: Ilja Schneider (M&A)

Berater ThyssenKrupp

Inhouse (Hamburg): Dr. Peter Bracker, Dr. Lars Kogel, Dr. Martin Schlag

Taylor Wessing (Hamburg): Bernhard Kloft, Dr. Jan Riebeling (beide M&A/Finance)

Berater HSH Nordbank

Inhouse (Hamburg): Jennifer Berg, Insa Bergmann

Für Abu Dhabi Mar und deren Gesellschafter ist diese Transaktion die erste Unternehmensübernahme in Deutschland. Auch für Latham war es das erste Mandat für den arabischen Investor.

Taylor Wessing und Lovells berieten bereits 2008 beim Verkauf durch ThyssenKrupp an Eagle River Capital.

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