Aus der Mitte April gestarteten Versteigerung erlöst der Bund damit weniger als erwartet. Experten hatten mit Einnahmen zwischen fünf und acht Milliarden Euro gerechnet.
Insgesamt wurden 41 Frequenzblöcke versteigert. Davon erwarb Vodafone D2 insgesamt zwölf Blöcke für knapp über 1,4 Milliarden Euro und Telefónica O2 Germany elf Blöcke für rund 1,38 Milliaren Euro. Die Deutsche Telekom zahlte rund 1,3 Milliarden Euro für insgesamt zehn Blöcke, während E-Plus acht Blöcke für fast 284 Millionen Euro kaufte.
Die Frequenzen sollen unter anderem dazu genutzt werden, um schnelle Internetverbindungen auf dem Land auszubauen. Außerdem wollen die Mobilfunkanbieter ihre Netze für mobile Datendienste ausrichten. Die UMTS-Auktion vor zehn Jahren hatte noch rund 50 Millionen Euro eingebracht. (Christopher Tod, Silke Brünger)
Berater Vodafone
Inhouse (Düsseldorf): Dr. Stephan Korehnke (Leiter Regulierung), Dr. Thomas Wandres, Dr. Isabelle Tilly, Daniel Tewes
Freshfields Bruckhaus Deringer (Düsseldorf): Dr. Thomas Tschentscher; Associates: Dr. Julia Sommer, Danielle Herrmann, Christoph Backert (alle IP/IT/TMT)
Berater O2
Inhouse (München): Valentina Daiber (Head of Regulatory Law), Michael Baumgartner (Regulatory Counsel), Michael Panienka (Leiter Regulierung, Telefónica Deutschland), Markus Haas (Geschäftsführer Corporate & Legal Affairs)
CMS Hasche Sigle (München): Dr. Jens Neitzel, Dr. Daniel Hofmann
Berater T-Mobile
Inhouse (Bonn): Nicht bekannt
Dolde Mayen & Partner (Bonn): Prof. Dr. Thomas Mayen
Berater E-Plus
Inhouse (Düsseldorf): Nicolas Biagosch (Senior Counsel, Leiter Recht)
Jones Day (Frankfurt): Dr. Holger Neumann (TK), Dr. Johannes Zöttl (Kartellrecht)
Berater Bundesnetzagentur
Inhouse (Bonn): Dr. Rüdiger Hahn (Leiter Abteilung 2 ‚Rechtsfragen der Regulierung Telekommunikation, Frequenzordnung‘)
Hintergrund: Sämtliche Beteiligte sind aus dem Markt bekannt. Besonders hervorzuheben bei der Versteigerung ist die Schlüsselrolle der Inhouse-Abteilungen der vier Bieter. Die externen Anwälte berieten hauptsächlich im Vorfeld und standen den Unternehmensjuristen bei der Auktion selbst im Hintergrund zur Seite.
Die Konstellation der externen Berater selbst birgt keine Überraschungen, die Bieter griffen auf bewährte Kanzleien zurück. Juristisch interessant sind die Verfahren im Vorfeld der Versteigerung. Vor dem Verwaltungsgericht Köln hatten verschiedene Unternehmen aus unterschiedlichen Gründen gegen das Vergabeverfahren geklagt, darunter Rundfunkanstalten, Kabelnetzbetreiber, Mobilfunkunternehmen sowie der Rundfunkdienstleister Media Broadcast und der Funk-DSL-Anbieter Airdata. Das Gericht wies die Klagen der Mobilfunker sowie Airdata ab. Weitere Verfahren der Rundfunkveranstalter, Kabelnetzbetreiber und von Media Broadcast schweben.