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12.07.2010

Chequers Versatel

Der Düsseldorfer Telekommunikationsanbieter Versatel hat sich von seinem gesamten Endkunden-Kabelgeschäft getrennt. Für 66 Millionen Euro übernahm die französische Beteiligungsgesellschaft Chequers Capital die Versatel Kabel GmbH und ihre Töchter. Zugleich einigten sich die Parteien für neun Millionen Euro darauf, dass die veräußerte Sparte auch weiterhin Zugang zu Versatels Netzinfrastruktur erhält. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Nach ihrem Einstieg in den deutschen Markt 1999 hatte Versatel eine Reihe einheimischer Netzbetreiber übernommen, zuletzt die Deutsche Wohnen-Tochter AKF Telekabel und das Essener Unternehmen Mediahome. Der Kabelanbieter hatte in den vergangenen Jahren das Privatkundengeschäft zunächst erfolgreich forciert, musste aber seit Mitte 2009 rückläufige Kundenzahlen hinnehmen. Versatel will sich nun auf das Geschäfts- und Großkundengeschäft konzentrieren. Chequers Capital, bis 2002 die Pariser Dependance der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Charterhouse, ist auf den Midcap-Markt fokussiert und bisher vor allem in Frankreich aktiv. Finanzierende Bank auf Seiten der Käufer ist Hypovereinsbank/Unicredit. (NP)

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Ulrike Gantenberg

Berater Chequers Capital
Clifford Chance (Frankfurt): Burc Hesse (Federführung; Private Equity), Dr. Uwe Schimmelschmidt (Steuerrecht); Albrecht von Graevenitz (Kartellrecht), Rose Brounts (Private Equity), Thomas Weitkamp (Bank- u. Kapitalmarktrecht; München); Associates: Cord von Mandelsloh (Düsseldorf), Olaf Mertgen (beide Steuerrecht), Dr. Robert Bewilogua (Private Equity), Dr. Michael Heise, Kristina Brauckmann (beide Corporate), Amrei Fuder (Immobilien), Heike Weninger (Arbeitsrecht; alle Frankfurt), Susanne Baier, Alexandra Wieczorek (beide Bank- u. Kapitalmarktrecht; beide München)

Berater HypoVereinsbank
Latham & Watkins (München): Associates Christian Jahn, Dr. Julius Neuberger (beide Bank- u. Finanzrecht)

Berater Versatel
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Düsseldorf): Ulrike Gantenberg, Sonja Groht (beide Federführung), Stephan Freund (alle Gesellschaftsrecht), Marion-Sangen Emden (Steuerrecht), Michael Schmittmann (Telekommunikationsrecht/IP), Dr. Rainer Velte (Kartellrecht), Christoph Hexel (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Mirko Brill (Steuerrecht), Astrid Luedtke, Dr. Georg Jacobs, Dr. Philip Kempermann (alle Telekommunikationsrecht/IP), Beatrice Stange (Kartellrecht), Katharina Meckelnborg, Laura Boehm (beide Gesellschaftsrecht)
Inhouse (Düsseldorf): keine Nennungen

Hintergrund: Heuking Kühn feierte mit diesem Deal ihre Premiere als Versatel-Transaktionsberaterin – bei den Zukäufen des Essener Kabelnetzes von Mediahome und der Übernahme des BreisNet-Glasfasernetzes in 2009 hatte der Kabelnetzbetreiber Göhmann vertraut. Diese Verbindung hatte wiederum ihren Ursprung im Kauf von AKF Telekabel ein Jahr zuvor, den auf Versatel-Seite AFR Aigner Fischer Radlmayr begleitet hatte. Göhmann war damals auf der Gegenseite aufgetreten. Ganz neu ist die
Verbindung zwischen Versatel und Heuking aber nicht. Dem Vernehmen nach setzen die Düsseldorfer Versatel in anderen Beratungsfeldern schon seit einiger Zeit regelmäßig auf Heuking.


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