Artikel drucken
15.03.2011

CABB-Übernahme: Freshfields entwickelt sich zur ersten Wahl für Bridgepoint

Das britische Private-Equity-Haus Bridgepoint hat den Feinchemiekonzern CABB mit Sitz in Sulzbach bei Frankfurt gekauft. Veräußerer ist der französische Finanzinvestor Axa Private Equity, der das Unternehmen 2007 übernommen hatte.

Markus Paul
Markus Paul

CABB stellt chemische Bausteine, basierend auf Chlor- und Essigsäure her. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Herstellung von Monochloressigsäuren. Seine Produkte werden im Pflanzenschutz sowie in Körperpflegeprodukten und Lebensmitteln angewendet.

Zu den finanzierenden Banken gehören die Société Générale, die Commerzbank sowie die genossenschaftliche DZ Bank.

CABB verfügt über vier Produktionsanlagen in Deutschland, der Schweiz sowie in Indien. 2010 erzielte das Feinchemieunternehmen mit seinen 750 Mitarbeitern einen Umsatz von 311 Millionen Euro. (Aled Griffiths)

Berater Bridgepoint
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Markus Paul (Federführung), Dr. Uta Itzen (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Torsten Schreier (IP/IT), Pratap Amin, Adrian Maguire (beide London); Associates: Dr. Heiner Feldhaus, Dr. Hendrik Braun, Sarah Widmaier (alle Corporate), Kerstin Blau-Hansen, Dr. Georg Schmittmann (beide Kartellrecht; beide Düsseldorf), Dr. Michael Leicht (IP/IT), Ulla Rupp (Arbeitsrecht), Dr. Marcus Emmer (Öffentliches Recht)
Clifford Chance
(Frankfurt): Alexandra Hagelüken; Associates: Philipp Kropatscheck, Dirk Brouwers (alle Finanzierung)

Berater Axa Private Equity
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Mario Schmidt (Federführung; Corporate) Jan Wilms (Finanzierung), Rolf Hünermann (Commercial/Regulierung), Dr. Stefan Jörgens (Corporate), Dr. Christian Rolf (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Octávio de Sousa, Dr. Markus Käpplinger, Ingo Bednarz, Dr. Maximilian Schwab, Kathrin Schwesinger, Dr. Matthias Werner, Tobias Daubert (Finanzierung), Jennifer Diedrichsen, Tobias Dietrich (beide Regulierung), Jochen Riechwald (Arbeitsrecht)

Berater Banken
White & Case
(Frankfurt): Annica Lindegren; Associates Michaela Huber, Clemens Niedner, Ulf Gosejacob (alle Finanzierung).

Berater CABB Management
P+P Pöllath + Partner (Frankfurt): Dr. Jan Wildberger, Dr. Benedikt Hohaus (München)

Hintergrund: Dass Freshfields sich jetzt in der Poleposition für Bridgepoint befindet, ist eine relativ neue Entwicklung. Die Beziehung zu einem ehemaligen Permira-Manager, der inzwischen bei Bridgepoint gelandet ist, könnte dabei sicherlich geholfen haben. Permira zählt zu den Stammmandanten von Freshfields. Schon bei der Refinanzierung des Brillenherstellers Rodenstock im Januar war die Kanzlei für Bridgepoint tätig (mehr…), neben Kirkland & Ellis, die bei der ursprünglichen Transaktion beraten hatte (mehr…).

In der Vergangenheit war Bridgepoint enger mit Clifford Chance verbunden. Die Sozietät hatte 2008 bei seinem deutsch-polnischen Deal beraten (mehr…); vor allem das Düsseldorfer Büro war mehrmals für das britische PE-Haus tätig, zum Beispiel bei der Übernahme von Dragenopharm (mehr…). Clifford hat das Mandat jedoch nicht vollständig abgegeben. Wie bei einigen anderen PE-Häusern, etwa auch Permira, schafft es die Kanzlei weiterhin, den Kreditnehmer bei der Finanzierung von Leveraged-Deals zu beraten.

Für Willkie ist die Tätigkeit für Axa PE die Bestätigung der engen Beziehung. So hatte Schmidt zusammen mit CMS Hasche Sigle den Finanzinvestor bei einem der wenigen größeren Deals während der Finanzkrise beraten: der Übernahme von HSE24 (mehr…). Dennoch ist dieser Deal ein besonderer Erfolg, da Skadden Arps Slate Meagher & Flom Axa PE beim ursprünglichen Erwerb vom niederländischen Private-Equity-Investor Gilde Buy-out Fund beraten hatte (mehr…).

Es gab vier sogenannte Trees auf Bankenseite bei der Finanzierung, die alle von White & Case beraten worden sind.

Für Wildberger ist es die erste Transaktion, seitdem er kürzlich von Simmons & Simmons zu Pöllath wechselte (mehr…).

  • Teilen