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07.09.2011

ÖPP für Ministeriumsneubau

Der Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird im Wege einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) errichtet. In der Ausschreibung für das 400-Millionen-Euro-Projekt setzte sich eine Bietergemeinschaft um das Bauunternehmen BAM durch.

Andreas Feuerstein

Andreas Feuerstein

Es ist das erste zivile Bundesgebäude, das im Wege einer ÖPP realisiert wird. Bau, Betrieb und Finanzierung liegen damit in den Händen von BAM Deutschland als Baukonzern, BAM Immobilien-Dienstleistungen als Betreiber und Amber Infrastructure als Equity-Sponsor. Die BAM Deutschland AG ist aus der Fusion von Müller-Altvatter Bauunternehmung und Wayss & Freytag Schlüsselfertigbau hervorgegangen und Tochter der niederländischen Royal BAM Group. Die Finanzierung stellt ein Konsortium unter Führung der Sumitomo Mitsui Banking Corporation und unter Beteiligung der DZ Bank. Der Ministeriumsneubau entsteht unmittelbar am Spreebogen in Berlin und soll die bisher drei in der Stadt vorhandenen Standorte zusammenführen. Insgesamt bietet das Objekt Arbeitsraum für mehr als 1.000 Mitarbeiter.

Berater Bietergemeinschaft
fks Feuerstein Kirfel Spieth (München): Andreas Feuerstein (Federführung; Bank- und Finanzrecht), Oliver Kirfel, Dr. Bernd Spieth (beide Corporate/M&A)
Bornheim und Partner (Heidelberg): Dr. Helmerich Bornheim (Vergabe-, Immobilienrecht)

Berater Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Luther (Essen): Henner-Matthias Puppel (Federführung), Achim Meier; Associates: Stephan Finck, Martin Steuber (alle Real Estate/Public Private Partnership)

Berater Banken
Norton Rose (München): Dirk Trautmann (Federführung); Associates: Dr. Christian Bauer, Jonathan Mullender, Dr. Johanna von Proff, Felicitas Wheeler (alle Bank- und Finanzrecht)

Hintergrund: Fks entstand vor rund zwei Jahren als Ausgründung der damaligen Rechtsabteilung des insolventen australischen Anlagenbauers Babcock & Brown. Nachdem die Anwälte bereits vor einigen Wochen erstmals prominent für den Fondsbetreiber KGAL beim Erwerb eines Windparks in Erscheinung getreten waren, demonstrieren sie mit diesem Mandat nun nachhaltig die allmähliche Emanzipation von ihrem früheren Arbeitgeber.

Bornheim ist seit Jahren regelmäßiger Berater von BAM und steuerte hier insbesondere immobilienrechtliches Know-how bei.

Luther verfügt über eines der erfahrensten und größten ÖPP-Teams im Markt. Meist stehen die Anwälte dabei auf Seiten der öffentlichen Hand, zuletzt begleiteten sie mit der Royal BAM aber auch den erfolgreichen Bieter um den Neubau für eine Justizvollzugsanstalt in Bremervörde (mehr…). Bei dem nun abgeschlossenen Projekt in Berlin hat das Luther-Team für den Bund das gesamte Vorhaben strukturiert und bis zum Abschluss der Finanzierung umfassend begleitet. (Astrid Jatzkowski)

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