An der Seite von Sunways begleitete die Equinet-Bank die Transaktion.
LDK und Sunways kooperieren schon seit 2010. Sunways stellt Solarzellen her und beschäftigt in Konstanz sowie im thüringischen Arnstadt 344 Mitarbeiter. 2010 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 222 Millionen Euro. Allerdings litt Sunways zuletzt unter dem Preisverfall bei Solarmodulen und machte Verluste. LDK gilt als weltgrößter Produzent von Wafern, den Vorprodukten von Solarzellen und will sich breiter aufstellen.
Es ist der erste Zukauf eines chinesischen Solarkonzerns in Deutschland. Allerdings könnten weitere folgen. Bei zahlreichen deutschen Solarunternehmen wird derzeit über den Einstieg asiatischer Unternehmen spekuliert, so etwa Conergy oder Q-Cells. Die deutsche Solarindustrie ist schon länger in der Krise, neben dem Preisverfall für Solarmodule machen unter anderem durch die Kürzung der staatlichen Solarförderung und die billige Konkurrenz aus China den Betrieben zu schaffen. Mitte Dezember hatte mit der Berliner Solon die erste größere Firma Insolvenz angemeldet, kurz darauf folgte das Erlanger Unternehmen Solar Millennium.
Berater LDK
Sidley Austin (Frankfurt): Oliver Kessler (Federführung), Jerome Friedrich (beide Corporate), Werner Geisselmeier (Steuern), David Went (Kartellrecht; London), Huanting Li (Honkong), Dr. Thomas Kulzer; Associates: Dr. Felix von Bredow (Federführung), Solmaz Sedighi-Rad (alle Corporate)
Berater Sunways
Linklaters (Düsseldorf): Dr. Nikolaos Paschos (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Carsten Grave (Kartellrecht), Sebastian Goslar; Associates: Kristina Klaaßen (Federführung), Christoph van Lier, Lorenz Witte, Dr. Alexander Jüngst (alle Corporate/M&A), Dr. Antje Heinen, Dr. René Grafunder, Olivier Gänswein (alle Kartellrecht), Yawen Han (Peking), Melissa Hetherington, Daniel Bagshaw (Hongkong), Zhirong Zhou, Mark Loy (Shanghai; alle Corporate)
Inhouse (Konstanz): Dirk Recktenwald – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Sidley Austin berät LDK Solar schon seit Jahren, vornehmlich aber außerhalb Deutschlands. So begleitete der Hongkonger Partner Li das Unternehmen schon 2007 federführend bei dessen IPO an der New Yorker Börse.
Linklaters arbeitete hingegen erstmals für Sunways. Vor zwei Jahren hatte die Sozietät Sunways noch als Beraterin des Münchner Baywa-Konzerns gegenüber gestanden, der die Sunways-Tochter MMH Solartechnik erwarb (mehr…). Damals vertraute Sunways auf CMS Hasche Sigle, die das Konstanzer Unternehmen auch schon zuvor beraten hatte. Ins jetzige Mandat kam Linklaters aber über eine Empfehlung der Equinet-Bank, die Sunways bei der Transaktion begleitete. Equinet selbst wurde bei der Transaktion nicht anwaltlich vertreten. (René Bender)