Medienberichten zufolge war die seit zwölf Jahren erscheinende FTD von Beginn an defizitär, ein Verlust von insgesamt rund 250 Millionen Euro stand im Raum. Die Belegschaftsvertreter verhandeln derzeit einen Sozialplan aus. Sie fordern unter anderem, dass der Vorstand angemessene Alternativen im Konzern schafft. Soweit bekannt hat der Verlagskonzern 40 Millionen Euro für den Personalabbau veranschlagt.
Für die zum Verkauf stehenden Magazine ist ein Management-Buy-out denkbar. Es handelt sich um die zweite große Umstrukturierung der Wirtschaftsmedien bei Gruner+Jahr. 2008 hatte das Verlagshaus seine Büros in Köln sowie München geschlossen und stattdessen eine zentrale Wirtschaftsredaktion in Hamburg eingerichtet (mehr…).
Vertreter Gruner + Jahr
Esche Schümann Commichau (Hamburg): Jan-Marcus Rossa; Associate: Dr. Michael Fuhlrott
Freshfields Bruckhaus Deringer (Hamburg): Klaus-Stefan Hohenstatt – aus dem Markt bekannt
Vertreter Betriebsrat
Müller-Knapp Hjort Wulff (Hamburg): Klaus Müller-Knapp; Associate: Vera Braun
Hintergrund: Auf Anwaltsseite stehen sich alte Bekannte gegenüber. Beide Kanzleien vertreten ihre Mandanten langjährig im Arbeitsrecht und betreuten die Neuordnung der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien 2008 (mehr…). Müller-Knapp zählt zahlreiche Arbeitnehmervertretungen von Verlagen zu seinen Mandanten. Seine Kanzlei war erst kürzlich aus der Sozietät Müller-Knapp Hjort Brinkmeier entstanden (mehr…). Das Verlagshaus vertraute in der Vergangenheit unter anderem auf CMS Hasche Sigle (mehr…), Shearman & Sterling (mehr…) und SJ Berwin (mehr…).