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04.09.2013

Alpine: Zech übernimmt Kraftwerksbau mit Hoffmann & de Vries

Arndt Geiwitz ist es als Insolvenzverwalter gelungen, Käufer für den Kraftwerksbau und die Auslandsprojekte der Alpine Bau Deutschland zu finden. Dabei werden rund 730 der 1.250 Mitarbeiter übernommen. Die Bremer Zech Group sicherte sich im Wesentlichen den Teilbetrieb Kraftwerksbau und sagte die Weiterbeschäftigung von rund 70 Mitarbeitern zu.

Stefan Hoffmann

Stefan Hoffmann

Die österreichische Muttergesellschaft Alpine (mehr….) und die deutsche Tochter Alpine Bau Deutschland AG sind seit Mitte Juni pleite. Für die Alpine Bau Deutschland AG hatte der Vorstand zunächst ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Alpine Bau hatte 2012 mit rund 1.500 Mitarbeitern noch einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro erzielt. Rund 300 Mitarbeitern wird der Übergang in eine Transfergesellschaft angeboten.

Berater Zech Group
Hoffmann & de Vries (Hamburg): Dr. Stefan Hoffmann, Dr. Kolja de Vries (beide M&A)
Inhouse (Bremen): Christoph Möller (Bau-/Arbeitsrecht), Heiko Rücker (Gesellschafts-/Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt

Insolvenzverwalter Alpine Bau
Schneider Geiwitz & Partner (Neu-Ulm): Arndt Geiwitz (Insolvenzverwalter), Dr. Hans-Joachim Machreich (Vertragsgestaltung), Petra Heidenfelder (Insolvenzrecht; Frankfurt); Associates: Stephan Schraudner (Vertragsgestaltung), Margit Fink (Arbeitsrecht)

Hintergrund: Geiwitz zog hier keine externe Kanzlei hinzu, sondern steuerte den Verkauf mit Anwälten aus seiner eigenen Kanzlei. Er erklärte im Zusammenhang mit der aktuellen Transaktion, dass es noch diverse aufzuarbeitende und klärungsbedürftige Sachverhalte aus der Vergangenheit gebe. Marktbeobachter gehen davon aus, dass es möglicherweise noch juristische Nachspiele zur Alpine-Pleite geben wird.

Beim Antrag auf Eigenverwaltung war Alpine mit Dr. Heiko Tschauner von Hogan Lovells aufgetreten. Zuvor hatte CMS Hasche Sigle an einer Restrukturierung aller deutscher Betriebsstätten gearbeitet.

Zech ist bereits langjährige Mandantin von Hoffmann und de Vries, beispielsweise betreuten sie das Unternehmen 2008 beim Verkauf des Industriehobelwerks Dreyer & Hillmann. Beide Namenspartner arbeiteten früher bei der Hamburger Corporate-Boutique Rittstieg, die 2010 mit Gleiss Lutz fusionierte (mehr…). Anfang dieses Jahres machten sich Hoffmann und de Vries dann selbstständig (mehr…). (Sonja Behrens, Parissa Kerkhoff)

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