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20.02.2019

Immobilien: Berlinovo sichert sich mit Lindenpartners Kredite über rund eine Milliarde Euro

Berlinovo, ein Immobiliendienstleister des Landes Berlin, hat die Finanzierung für seine Liegenschaften neu aufgestellt: Ein Konsortium aus Berlin Hyp, Berliner Sparkasse und der Investitionsbank Berlin stellt 15 Immobilienfonds und Objektgesellschaften Kredite in Höhe von 1,15 Milliarden Euro bereit.

Alexander von Rummel

Alexander von Rummel

Das Unternehmen sichert ihren Anlagevehikeln damit die derzeitigen, günstigen Bedingungen für Refinanzierungen für die kommenden Jahre. Denn die Kreditverträge laufen teilweise bis zu 20 Jahre. Zudem können die Fonds und Gesellschaften als Kreditnehmer bei Verkäufen leichter ihre Finanzierungen anpassen.  

Berlinovo entstand 2012 aus der BIH Berliner Immobilien Holding und ist aktuell für 246 Objekte in Deutschland und ein Einkaufszentrum in den USA zuständig. Diese kamen in der Folge der Krise der früheren Landesbank Berlin-Brandenburg und ihrer Fondstochter an den landeseigenen Betrieb. 2017 gehörten zu Berlinovo 26 geschlossene Immobilienfonds, von denen 23 überwiegend dem Land Berlin gehören; durchschnittlich betrug der Anteil des Landes 99,5 Prozent.

Heute stehen im Bestand der Berlinovo-Zweckgesellschaften rund 23.500 Mieteinheiten, von denen knapp 65 Prozent Wohnungen und 28 Prozent möblierte Appartments sind. Die vermietete Fläche beläuft sich auf 2,55 Millionen Quadratmeter. Im Jahr 2017 erwirtschaftete Berlinovo mit 340 Mitarbeitern einen Überschuss von 258 Millionen Euro.

Britta Derwald

Britta Derwald

Berater Berlinovo
Inhouse Recht (Berlin): Britta Derwald (Abteilungsleiterin Grundsatzfragen/Immobilienrecht)
Lindenpartners (Berlin): Dr. Alexander von Rummel (Federführung; Gesellschaftsrecht), Dr. Martin Beckmann (Finanzierung); Associates: Dr. Sophia Schwemmer, Matthias Enge (beide Gesellschaftsrecht), Dr. Kai Loth, Sabine Meyer (beide Finanzierung)

Berater Berlin Hyp
Inhouse Recht (Berlin): Andreas Gründel (Leiter Rechtsabteilung)

Hintergrund: Lindenpartners ist seit Jahren umfassend für Berlinovo tätig, hier jedoch erstmals bei einer großvolumigen Finanzierung. Partner Alexander von Rummel betreut den Mandanten seit einigen Jahren federführend und war hier unter anderem für die nötigen gesellschaftsrechtlichen Schritte bei der Finanzierung der einzelnen Fonds zuständig.

Die Kontakte zu Berlinovo gehen ursprünglich auf die LBB-Krise Anfang der 2000er Jahre zurück. Damals betreute unter anderem der spätere Mitbegründer von Lindenpartners Dr. Thomas Asmus die Bank zu seiner Zeit beim damaligen Berliner Büro von Clifford Chance Pünder (heute Clifford Chance).

Bei Berlinovo führte die Abteilungsleiterin für Grundsatzfragen und Immobilienrecht, Britta Derwald, das juristische Team, das mit der Refinanzierung betraut war. Für den Bereich Finanzen war Dr. Thorben Lubnau, Abteilungsleiter Finanzen/Frontoffice, zuständig. Als externe Kreditberater nutzte die Gesellschaft M.M. Warburg. Beim Konsortium der Geldgeber war der Leiter der Rechtsabteilung der Berlin Hyp, Andreas Gründel, für das Vorhaben verantwortlich. (Raphael Arnold)

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