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27.03.2008

Quereinsteiger in Berlin: Redeker verstärkt sich mit White & Case-Partner

Redeker Sellner Dahs & Widmaier verstärkt ihr Berliner Büro: Dr. Tobias Masing, bislang Local Partner bei White & Case in Berlin, wird ab April die öffentlich-rechtliche Praxis am Standort unterstützen. Damit wächst das Büro in der Hauptstadt auf 20 Anwälte. Bei Redeker steigt Masing zunächst als angestellter Partner ein, ein Status, der bei anderen Sozietäten dem eines Salary-Partners entspricht. Der 39-Jährige selbst begründet seinen Wechsel mit dem größeren Entwicklungspotenzial, das er bei Redeker verwirklichen kann: „Das Redeker-Büro in Berlin knüpft an die erfolgreiche Bonner Tradition an“, sagte Masing. „Da ist noch einiges Expansionspotenzial drin, insbesondere was die Tätigkeit im Umwelt- und Fachplanungsrecht angeht.“

Im Markt ist Masing bislang vor allem durch seine Tätigkeit im Luftverkehrsrecht aufgefallen. So vertrat er beispielsweise mehrfach das Luftfahrt-Bundesamt bei Flugrouten-Streitigkeiten, unter anderem auch im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens. Zudem betreute er die Berliner Flughafengesellschaft in allen Verwaltungs-, Klage- und Eilverfahren im Zusammenhang mit der Schließung des Flughafens Tempelhof.

Bei White & Case arbeiten weiterhin zehn Anwälte in der öffentlich-rechtlichen Praxis in Berlin, darunter zwei International Partner. Masing war zuletzt der einzige Local Partner der Praxisgruppe in der Hauptstadt, nachdem Dr. Henning Berger im vergangenen Jahr zum International Partner ernannt worden war.

Redeker baut mit Masing eine ihrer Kernkompetenzen im Öffentlichen Wirtschaftsrecht aus. Für die Kanzlei ist jedoch die Aufnahme eines gestandenen Quereinsteigers untypisch, da die Personalstrategie ansonsten stark auf die Förderung des selbst ausgebildeten Nachwuchses ausgerichtet ist. In Berlin wurde etwa zu Beginn des Jahres Dr. Ulrich Karpenstein zum Partner ernannt. Insgesamt arbeiten bei Redeker nun elf Anwälte in diesem Bereich, fünf davon sind Partner.

„Es ist für uns sicher nicht üblich, gezielt nach Quereinsteigern zu suchen“, sagte Dr. Olaf Reidt, Berliner Partner der öffentlich-rechtlichen Praxisgruppe. Die Gelegenheit, mit Masing einen erfahrenen Anwalt zu gewinnen, der aufgrund persönlicher Kontakte in die Sozietät gefunden hat, habe man aber gerne ergriffen. (Ulrike Barth)

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