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29.04.2011

Der nächste Coup: Auch Hogan Lovells-Arbeitsrechtler Löw wechselt zu Allen & Overy

Hogan Lovells verliert binnen weniger Monate erneut einen bundesweit bekannten Arbeitsrechtler an Allen & Overy: Der Partner und Leiter des Frankfurter Büros Dr. Hans-Peter Löw (53) schließt sich der Magic-Circle-Kanzlei an. Der genaue Zeitpunkt seines Wechsels steht noch nicht fest.

Hans-Peter Löw
Hans-Peter Löw

Löw ist nach Thomas Ubber bereits der zweite renommierte Arbeitsrechtler, den Allen & Overy von Wettbewerberin Hogan Lovells abgeworben hat. Er befasst sich überwiegend mit arbeitsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Akquisitionen, Reorganisationen, Outsourcing und Insolvenz. Löw gilt als sehr erfahren und lösungsorientiert in Verhandlungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften, wie etwa für Ricoh bei der Fusion mit Infotec.

Im Rahmen einer stärkeren Sektorausrichtung von Hogan Lovells war Löw vielfach im Finanzdienstleistungsbereich tätig, zum Beispiel für Finanz Informatik. Unter anderem begleitete er die Commerzbank im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank (mehr…). Die Mandantin vertritt er auch in einem Prozess um Kürzungen von Bonuszahlungen für Investmentbanker, der im Markt viel Beachtung findet (mehr…).

Zu den Transaktionen, die Löw regelmäßig arbeitsrechtlich begleitet, gehörte zuletzt etwa die Beratung der Beteiligungsgesellschaft Advent als Bieterin um das Industrieruße-Geschäft von Evonik (mehr…).

Inhouseerfahrung

Löw begann seine Karriere beim Hoechst-Konzern, wo er zehn Jahre lang in führenden Funktionen des Personal- und Sozialwesens tätig war. Zu der Hogan Lovells-Vorgängerkanzlei Lovells kam er 1996, knapp drei Jahre später wurde er zum Partner ernannt. Seit 2004 war er Managing Partner des Frankfurter Büros.

Zum Arbeitsrechts-Team von Löw in Frankfurt gehören drei Associates. Die deutsche Arbeitsrechtspraxis von Hogan Lovells zählt mit 8 Partnern, 2 Counseln und mehr als 15 Associates in München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin nach wie vor zu den großen Einheiten hierzulande. Jedoch wird sie sich am Standort Frankfurt neu aufstellen müssen, um nicht weiter an Präsenz einzubüßen.

„Allen & Overy verfügt über eine führende Position und starke Mandantenbasis im Bankenbereich, die gemeinsam mit der Corporate-Praxis ideale Voraussetzungen für meinen Beitrag zum weiteren Ausbau der Praxisgruppe Arbeitsrecht sind“, sagte Löw. „Es ist eine spannende Herausforderung, für die Kanzlei beim weiteren Aufbau einer Arbeitsrechtspraxis mitzuwirken, die zur Marktspitze gehören soll.“

Spitzenposition im Blick

Ubber_Thomas
Thomas Ubber

Erst Anfang des Jahres war Ubber mit seinem Team zu Allen & Overy gestoßen (mehr…), zuvor hatte sich bereits der Düsseldorfer Arbeitsrechtspartner Tobias Neufeld mit einem Team von Taylor Wessing der Kanzlei angeschlossen (mehr…). Als Leiter der Arbeitsrechtspraxis hatte Ubber von Beginn an propagiert, in Deutschland eine Full-Service-Arbeitsrechtsgruppe aufbauen zu wollen. Der Wechsel von Löw bedeutet nun einen weiteren sichtbaren Schritt auf diesem Weg. „Mit Hans-Peter Löws thematischen Schwerpunkten und seinen Mandatsbeziehungen in der Finanzindustrie sowie seinen Erfahrungen bei M&A-Transaktionen wird er den Zuschnitt unseres Teams hervorragend ergänzen. Dieser Zugang erhöht die Schlagkraft unseres Bereiches und signalisiert dem Markt deutlich, dass Allen & Overy eine erstklassige Adresse für ambitionierte deutsche Arbeitsrechtler ist, die mit an die Spitze wollen“, sagte Ubber.

Löw ist bereits der vierte Partner, den Allen & Overy bei Hogan Lovells binnen weniger Monate abgeworben hat. Im vergangenen Jahr waren der Frankfurter Prozessrechtler Dr. Daniel Busse mit einem zweiköpfigen Team sowie Corporate-Anwalt Dr. Christian Eichner, einer der angesehensten jungen Gesellschaftsrechtler in Düsseldorf, zu Allen & Overy gewechselt (mehr…). (Geertje Oldermann)

https://www.juve.de/nachrichten/verfahren/2010/09/bonusklagen-commerzbank-gewinnt-mit-lovells-auch-berufungsverfahren
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