Eschbach ist in nur kurzer Zeit die dritte neue Spitze auf einem rechtlichen Führungsposten bei Novartis. Erst zum September stieß Dr. Alexander Meier vom Generikahersteller Hexal ebenfalls in der Sparte Novartis Pharma hinzu. Er verantwortet den Bereich regulatorisches Pharmarecht und soll dort den strategischen Ausbau vorantreiben (mehr…). Der renommierte Schweizer Bär & Karrer-Partner Dr. Felix Ehrat wird ebenfalls zum Oktober weltweiter Rechtschef des sechs Divisionen zählenden Gesamtkonzerns und steuert künftig 500 Juristen sowie rund 200 Patentanwälte und juristische Support-Mitarbeiter (mehr…).
Eschbach verantwortet künftig die Belange der Division Novartis Pharma für Europa und berichtet gemeinsam mit Alexander Meier an den weltweiten General Counsel für die Pharmadivision, Paul Burns. Seine Position gab es in der jetzigen Ausgestaltung bisher nicht. Teile seiner Aufgaben übernahm bislang Anne-Liese Eha, die künftig divisionsübergreifend für das Schweizer Geschäft und dessen Infrastruktur im Konzern zuständig sein wird.
Eschbach kam vor gut zehn Jahren vom Hoechst-Konzern zu Novartis Pharma. Seit 2003 steht er an der Spitze deren deutscher Rechtsabteilung in Nürnberg, seit 2008 leitet er die rechtlichen Geschicke des Gesamtkonzerns hierzulande. Die Division Novartis Pharma gehört zu den größten Einheiten im Konzern und ist spezialisiert auf Arzneimittel zur Therapie unter anderem von Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Atemwegserkrankungen und Infektionskrankheiten sowie in den Bereichen Onkologie, Hämatologie, Neurologie.
Wer Eschbachs Position in Nürnberg übernimmt, steht noch nicht fest. Wahrscheinlich wird aber auch der Nachfolger gleichzeitig Rechtschef der Division Pharma für Deutschland und darüber hinaus Chefjurist des Gesamtkonzerns hierzulande.
Novartis gilt weltweit als drittgrößter Pharmakonzern und setzte 2010 mit knapp 120.000 Mitarbeitern in 140 Ländern weltweit gut 50 Milliarden US-Dollar um, davon etwas mehr als ein Drittel in Europa. (René Bender)