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16.09.2013

Hochkarätiger Zugang: Flick Gocke gewinnt SJ Berwin-Steuerpartner Andreas Söffing

Flick Gocke Schaumburg verstärkt ihr renommiertes Team für Nachfolge- und Stiftungsberatung mit einem der angesehensten Experten auf diesem Feld. Zum Oktober wechselt der Steuerberater Prof. Dr. Andreas Söffing (51) mit einem Teil seines Teams von SJ Berwin zu der Steuerkanzlei. Diese verfügt in dem Segment nun über so viele  marktführende Berater wie kein anderer Wettbewerber.

Andreas Söffing

Andreas Söffing

Söffing wird ins Frankfurter Büro von Flick Gocke stoßen und dort künftig mit Dr. Christian von Oertzen zusammenarbeiten, der wie Söffing zu den führenden Partnern in der Beratung hochvermögender Privatpersonen und Unternehmerfamilien gehört. Mit Söffing wechseln auch die Associates Pawel Blusz und Dr. Jan Bron. In Frankfurt besteht die Abteilung dann aus drei Partnern und fünf weiteren Berufsträgern.

Flick Gocke betreibt das Nachfolgegeschäft sowie die Beratung von Stiftungen bundesweit, vor allem am Stammsitz in Bonn sind eine Reihe weiterer renommierter Partner tätig, wie Prof. Dr. Frank Hannes für Familienunternehmen oder Dr. Stephan Schauhoff für Stiftungen.

Zusammen mit dem Söffing-Team ist Flick Gocke die Kanzlei, die die meisten marktführenden Berater für die Themen Nachfolge, Vermögen, Stiftungen und Steuerstrafrecht unter einem Dach beschäftigt. Söffing ist der erste Quereinsteiger seit über 15 Jahren, der bei Flick Gocke gleich in die Riege der Equity-Partner vorstößt. Seine Schwerpunkte sind die Nachfolgeplanung und die Strukturierung privater und betrieblicher Vermögen, oft in Zusammenhang mit Transaktionen sowie Weg- und Zuzügen.

Nagelprobe für SJ Berwin

Für SJ Berwin ist der Verlust des Söffing-Teams fachlich schwerwiegend. Die Praxis war seit Jahren auf Wachstumskurs und konnte mit ihrem stabilen Geschäft auch Rückschläge in der sehr viel volatileren Private-Equity-Beratung ausgleichen.

Trotz der erheblichen Schwächung hält SJ Berwin an der Nachfolgeberatung fest, allerdings mit einem stark verkleinerten Team. In Frankfurt verbleibt mit Karsten Seidel lediglich ein Partner, er hat sich in den vergangenen Jahren an der Seite von Söffing zu einem Spezialisten für Banken- und Selbstanzeigeberatung entwickelt. Mit Dr. Ulf Gibhardt wird hier Ende Oktober ein weiterer Partner die Kanzlei verlassen. Noch ist nicht bekannt, welcher Einheit sich Gibhardt anschließen wird. In München berät weiterhin Dr. Michael Kreft teilweise zu Nachfolgefragen.

Auch auf die Steuer-, Corporate- und Investmentrechtspraxis wirkt sich der Wechsel aus, weil es punktuell immer wieder Verweisgeschäft etwa aus Family Offices gab. Überdies hatte Söffing eine wichtige Management-Funktion bei SJ Berwin. Die deutsche Partnerschaft hat ihn erst zum Ende des vergangenen Jahres als Mitglied des deutschen Managements bestätigt. Neben Söffing gehören Sonya Pauls aus München, Dr. Till Fock aus Berlin und Rüdiger Knopf aus Frankfurt diesem Gremium an. Die Nachfolge Söffings an dieser Stelle ist noch nicht geklärt.

Erst vor Kurzem hatte eine andere Praxisgruppe von SJ Berwin ihren Leiter verloren: Thomes Kessler, der Leiter des Immobilienteams, hatte jüngst entschieden, sich Herbert Smith Freehills anzuschließen (mehr…). Kanzleikenner sehen auch in dem Zusammenschluss mit der chinesisch-australischen Kanzlei King & Wood Mallesons einen Grund für die personelle Fluktuation in den deutschen SJ Berwin-Büros. Die Entscheidung darüber fiel vor Kurzem, zum November wird die Fusion vollzogen (mehr…). (Jörn Poppelbaum, Volker Votsmeier)

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