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04.07.2019

Clifford Chance: Umsatz und UBT steigen

Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre beim Umsatz ist gestoppt: Clifford Chance hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 176,6 Millionen Euro umgesetzt – rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Auch den Umsatz pro Berufsträger (UBT) konnte die Kanzlei steigern: um rund vier Prozent auf 734.000 Euro.

Peter Dieners

Peter Dieners

Nach vier Jahren Umsatzrückgang in Folge erwirtschaftete die Kanzlei nun erstmals wieder mehr als im Vorjahr, obwohl das Team sogar erneut ein wenig kleiner geworden ist (minus zwei Prozent). Das wirkte sich auf die Produktivität aus. So setzte rein rechnerisch jeder Clifford-Anwalt 734.000 Euro um. Im Vorjahr war es der Kanzlei gelungen, erstmals die 700.000 Euro-Grenze zu knacken. Weltweit stieg der Umsatz von Clifford um fünf Prozent auf rund 1,93 Milliarden Euro – eine Steigerung von rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Personell war es für die deutsche Praxis um Managing-Partner Dr. Peter Dieners ein relativ stabiles Jahr. Als Partner stießen Schiedsrechtler Dr. Moritz Keller von Freshfields Bruckhaus Deringer und Finanzierungspartner Steffen Schellschmidt von Fried Frank Harris Shriver & Jacobson zur Kanzlei.

Besonders relevante Mandate des vergangenen Geschäftsjahres waren die Beratung von Merck zur milliardenschweren Kooperation mit GlaxoSmithKline, das Mandat des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB) zur Integration der HSH Nordbank in den Einlagensicherungsfonds des BdB oder die Begleitung der DHL Group beim Verkauf ihres Supply-Chain-Geschäfts in China, Hongkong und Macau.

Spannend wird nun sein, wie sich die anderen Magic-Circle-Kanzleien in puncto Umsatz entwickeln. Sie legen ebenfalls in den nächsten Tagen ihre Geschäftszahlen vor. Clifford war vor zwei Jahren mit ihrem UBT erstmals an Linklaters vorbeigezogen. Im vergangenen Jahr war es dann umgekehrt. Allen & Overy hingegen lag im vergangenen Jahr knapp hinter Clifford.

Der Weg zur britischen Wettbewerberin Freshfields Bruckhaus Deringer ist indes für alle drei noch ein langer: Im vergangenen Jahr lag Freshfields‘ UBT bei 828.000 Euro. Die Kanzlei kann sich in diesem Punkt mit ihrem Mandantenstamm aus Finanzinvestoren und der stark international geprägten Arbeit eher mit den transaktionslastigen US-Konkurrentinnen messen. (Eva Lienemann)

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