Kommentar

Cum-Ex-Deals holen die Kanzleien ein

Jahrelang zog sich die Aufarbeitung der umstrittenen Cum-Ex-Deals hin, nun geht es Schlag auf Schlag: Der erste Strafprozess fördert zahlreiche neue Einblicke in die komplexen Deals zutage. Nun wurde bekannt, dass Dr. Ulf Johannemann, Leiter der Steuerpraxis von Freshfields Bruckhaus Deringer, die Kanzlei verlassen hat.

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Die Personalie Johannemann ist nur der jüngste Höhepunkt des Cum-Ex-Skandals – schon in den vergangenen Wochen hat dessen Aufarbeitung merklich an Fahrt aufgenommen. Länger als ursprünglich geplant hörte etwa die Strafkammer des Bonner Landgerichts aufmerksam zu, denn offensichtlich war die Aussage des sogenannten Kronzeugen im Cum-Ex-Strafprozess so interessant und glaubwürdig, dass die Richter ihm mehr Zeit einräumen wollten. Durch die Angaben des Mannes, der in den Medien den Decknamen Benjamin Frey trägt, verschob sich der Fokus weg von den eigentlich Angeklagten – zwei ehemaligen Händlern der HypoVereinsbank – hin zu den steuerrechtlichen Beratern der Deals.

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