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29.11.2007

Trennung in großem Stil: Linklaters nun in Düsseldorf, Oppenhoff startet in Köln

Linklaters hat zum November ihr Geschäft in Düsseldorf aufgenommen. Für die Kanzlei werden sechs Partner in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt tätig sein, darunter die beiden Neuzugänge von Freshfields Bruckhaus Deringer, Dr. Ralph Wollburg und Achim Kirchfeld.Die Mehrheit der in Köln verbleibenden Linklaters-Partner macht sich dagegen unter dem Namen Oppenhoff & Partner ab Januar selbstständig. 11 Partner und rund 30 Associates setzen damit auf einen der traditionsreichsten Namen des deutschen Anwaltsmarkts, der von der Kölner Kanzleilegende Walter Oppenhoff herrührt.

Namenspartner der neuen Kanzlei ist nun Michael Oppenhoff, der Sohn Walters. Der Gesellschaftsrechtler war bei Linklaters zuletzt als of Counsel tätig. Mit einer Ausnahme haben sich alle Kölner Partner, die den Wechsel von Linklaters nach Düsseldorf nicht mitvollziehen, zusammengeschlossen. Einzig der bisherige Leiter der Dispute-Resolution-Praxis bei Linklaters, Peter Klappich, fehlt.

Er sei aber eingeladen, der neuen Konstellation beizutreten, heißt es bei Oppenhoff.
Zu der neuen Einheit gehören neben den Corporate/M&A-Partnern Dr. Georg Maier-Reimer, Dr. Harald Gesell, Dr. Stephan König und Michael Oppenhoff, folgende Gründungs-Partner: der IT- und Medienanwalt Michael Abels, Steuerpartner Dr. Axel Bödefeld, Prozessspezialist Michael Bonsau, IP-Partner Gert Dittert, der Gesellschafts- und Versicherungsrechtler Dr. Hanno Goltz, Medienrechtlerin Dr. Sabine Schmeinck und der Arbeitsrechtler Dr. Gilbert Wurth.

Laut Bödefeld setzt Oppenhoff auf ein Wiederaufleben der internationalen Verbindungen insbesondere zu US-Kanzleien. Zudem werde der gehobene Mittelstand wieder stärker in den Fokus genommen als das bei Linklaters möglich war.

In der Vergütung geht Oppenhoff dagegen einen etwas anderen Weg. Der Lockstep-Anteil an der Gewinnentnahme beläuft sich dem Vernehmen nach auf rund 65 Prozent, der Rest wird leistungsbezogen gezahlt.

Linklaters und Freshfields hatten sich unterdessen darauf verständigt, dass Wollburg und Kirchfeld ihre bisherige Sozietät zum 31. Oktober verlassen konnten. Zudem gehören die bisherigen Kölner Linklaters-Corporate-Partner Dr. Klaus-Marinus Hoenig, Hans-Ulrich Wilsing, Wolfgang Sturm und Dr. Nikolaos Paschos sowie 20 Associates zum Startteam in Düsseldorf.

Bis Dezember will Linklaters weitere sechs Partner ihres bisherigen Kölner Büros nachholen, die in Düsseldorf das neue Corporate-Zentrum der Kanzlei bilden sollen.
Auch Freshfields hat sich auf die neue Situation eingestellt. Außerhalb des regulären Zeitraums wurde der bisherige Principal Associate aus Wollburgs Team, Dr. Stephan Waldhausen (37), zum Partner berufen. (Jörn Poppelbaum)

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