Elliott, der seit 2007 an der Spitze der weltweiten Linklaters-Bankrechtspraxis steht, galt als Favorit. Kanzleiquellen zufolge soll das Rennen aber knapper als erwartet gewesen sein, nachdem Blumberg kürzlich auf der Partnerversammlung der Magic-Circle-Kanzlei in Paris bei einer Wahlkampfrede sehr überzeugen konnte.
Als Banking-Chef war Elliott schon in den vergangenen Jahren eng in die strategische Entwicklung der Kanzlei eingebunden. Er gilt als Partner, der die bisherige harte Management-Linie Cheynes mit extrem ambitionierten Profitablitätskriterien weiter verfolgen wird. Im Vergleich dazu hätte Blumberg eher für ein moderateren Kurs gegenüber umsatzschwächeren Partnern gestanden, so Stimmen aus der Kanzlei.
Elliott, seit 1990 bei Linklaters, übernimmt den Posten zum Oktober für fünf Jahre. Schon 2006 hatte er für die Aufgabe kandidiert, unterlag aber wie der Finanzrechtler Giles Head gegen den M&A-Spezialisten Cheyne. Ob Cheyne, der lange Jahre als Rainmaker bei Linklaters galt, sie in den Ruhestand zurückziehen oder aber in die Mandatsarbeit zurückkehren wird, ist noch unklar. (René Bender)