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06.09.2012

Einkaufszentrum: DLA Piper berät Curzon Capital Partners beim Shopolis-Erwerb

Curzon Capital Partners, ein von der britischen Investmentgruppe Tristan Capital Partners geführter Immobilieninvestmentfonds, hat das Einkaufszentrum Shopolis in Wien-Stadlau von der australischen Investmentgruppe Babcock & Brown übernommen. Der Kaufpreis liegt bei 27 Millionen Euro.

Oskar Winkler

Oskar Winkler

Der Deal wurde als Share Deal strukturiert. Die Verkäuferin war eine luxemburgische Babcock-Tochtergesellschaft.

Das Stadlauer Einkaufszentrum wurde 2002 errichtet und liegt im Norden Wiens. Zu den Mietern gehören MediaMarkt, Merkur, Betten Reiter, Fressnapf Megazoo und Autoteile Unger. Die Geschäftsfläche ist Unternehmensangaben zufolge zu 97 Prozent ausgelastet.

Die Finanzierung hatte die Deutsche Pfandbriefbank (Depfa) seinerzeit für Babcock & Brown aufgesetzt, als es um die Finanzierung eines größeren Portfolios ging. In abgeänderter Form soll Tristan die Finanzierung Beteiligten zufolge übernommen haben.

Berater Curzon Capital Partners III
DLA Piper Weiss-Tessbach (Wien): Dr. Oskar Winkler; Associate: Clemens Bärenthaler (beide Restrukturierung)
Inhouse (Tristan; London): Richard Burt; Ali Otmar (Gesamtleitung der Akquisition)
Bonn Steichen & Partners (Luxembourg): Nicht bekannt

Gabriele Etzl

Gabriele Etzl

Berater Babcock & Braun
fks Feuerstein Kirfel Spieth (München): Oliver Kirfel (Federführung; Corporate), Dr. Bernd Spieth (Steuern), Andreas Feuerstein (Finanzierung)
Wolf Theiss (Wien): Gabriele Etzl (Liegenschafts-, Gesellschaftsrecht), Dr. Benjamin Twardosz (Steuern)
Loyens & Loeff (Luxembourg): Frédéric Franckx (Corporate) – aus dem Markt bekannt

Berater Depfa
Inhouse (Unterschließheim): Martin Brambs – aus dem Markt bekannt
Benn-Ibler (Wien): Dr. Martin Geiger; Associate: Christa Gschweitl – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: DLA war soweit bekannt erstmals für Tristan/Curzon tätig und kam aufgrund doppelter Empfehlungen ins Mandat. Sowohl der im Bereich der Restrukturierung auch auf Distressed Real Estate spezialisierte Wiener Partner Winkler als auch ein Kölner DLA-Partner waren dem Mandanten ans Herz gelegt worden. An der Seite von Curzon stand in den vergangenen Jahren ansonsten häufiger Clifford Chance.

Fks entstand vor rund drei Jahren als Ausgründung der damaligen Rechtsabteilung des insolventen australischen Anlagenbauers Babcock & Brown. Jedoch haben sich die Anwälte längst von ihrem alten Arbeitgeber emanzipiert und sind auch für andere Mandanten tätig.

Wolf Theiss-Partnerin Etzl hatte Babcock & Brown gemeinsam mit einem Team von Clifford Chance bereits beim Ankauf des Portfolios beraten, zu dem auch Shopolis gehörte. Aus dieser Zeit kennen sich auch fks-Partner Kirfel, damals noch in der Babcock & Brown-Rechtsabteilung tätig, und Etzl. Sie hatte seitdem das Objekt laufend immobilienrechtlich betreut. Kirfel griff daher auch bei dem Verkauf auf sie zurück, weil sie das Asset besonders gut kennt.

Ansonsten arbeitet fks in Österreich eher mit kleinen Einheiten zusammen, zum Beispiel Herbst Kinsky.

Bereits die Depfa-Vorgängerbank Hypo Real Estate war ein langjähriger Klient der Benn-Ibler Partner Dr. Stefan Eder und Geiger, als beide noch bei ihrer Vorgängerkanzlei DLA Piper Weiss-Tessbach tätig waren. Insofern war Partner Geiger bereits in die ursprüngliche Shopolis Finanzierung involviert. (Geertje Oldermann)

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