Artikel drucken
28.07.2015

Bio-Lebensmittel: Hain-Celestial verleibt sich mit DLA Piper Mona-Group ein

Das Nasdaq-notierte US-amerikanische Unternehmen für Bio- und Naturprodukte Hain-Celestial-Group hat 100 Prozent der Mona-Gruppe in Wien übernommen. Verkäufer sind die sieben bisherigen Gesellschafter der Formatio Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft, in der die Aktivitäten der Mona-Gruppe gebündelt sind. 

Christoph Mager

Christoph Mager

Mona stellt Getränke und Nahrungsmittel auf Soja- und anderer pflanzlicher Basis her, etwa unter den Marken Joya und Happy Soya. In Österreich arbeiteten zuletzt insgesamt mehr als 90 Beschäftigte. Zwei weitere Produktionsstätten sind in Deutschland. Im Kalenderjahr 2014 erwirtschaftete Mona rund 45 Millionen Euro Nettoumsatz.

Gesellschafter von Formatio waren die Venture-Capital-Investoren Value Creation Investments II mit 30,79 Prozent, die Athena Burgenland Beteiligungen AG mit 11,00 Prozent und die BRB Burgenländische Risikokapital Beteiligungen AG mit 0,90 Prozent. Zudem waren die Unternehmensgründer mit 30,18 beziehungsweise 16,59 Prozent beteiligt, das Management hielt 5,84 beziehungsweise 4,70 Prozent. Alle haben sich vollständig von ihren Anteilen getrennt, sind nun aber an Hain-Celestial beteiligt, da JUVE-Recherchen zufolge zwei Drittel des Kaufpreises in bar, ein Drittel in Hain-Aktien bezahlt wurden.

Hain Celestial mit Hauptsitz in Lake Success, New York, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 mit biologischen und natürlichen Produkten umgerechnet mehr als 1,9 Milliarden Euro Umsatz. Insgesamt arbeiten mehr als 4.400 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Indien für den Konzern.

Berater Hain-Celestial-Group
DLA Piper (Wien): Dr. Christoph Mager, Dr. Kirsten Girnth (Frankfurt), Dr. Johanna Höltl (alle Federführung), Elisabeth Stichmann, Dr. Jens-Peter Eickhoff (alle Corporate; Köln), Clemens Bärenthaler (Real Estate), Dr. Alexander Scheuwimmer (Finance), Guido Kleve (Kartellrecht; Köln), Dr. Sascha Morgenroth (Arbeitsrecht; Frankfurt); Associates: Suzy Park (Federführung), Michaela Wernitznig-Kittel, Dr. Simon Boll (Köln), Kristin Vogt (alle Corporate; Frankfurt), Dr. Christian Stuppnig, Kathrin Schlote (beide Arbeitsrecht), Kais Torchani (Finance; beide Frankfurt), Moritz Mursa (Real Estate; Köln), Prof. Dr. Florian Schuhmacher, Semin O (beide Kartellrecht; Frankfurt), Stefan Panic (IP/IT), Alexander Schultmeyer (Finance), Dr. Ana Feiler (beide Kartellrecht; alle drei Rechtsanwaltsanwärter)
Inhouse (New York): Denise Faltischek (General Counsel, Chief Compliance Officer), Nick Keen (Associate General Counsel/Europe)

Berater Formatio-Gesellschafter
Baker & McKenzie (Wien): Dr. Philipp Spatz (Federführung; Corporate), Marc Lager (Wettbewerbsrecht); Associates: Stefan Arnold (Corporate), Dr. Juli Pfeil (Öffentliches Recht; Frankfurt), Armin Assadi (Corporate; Rechtsanwaltsanwärter)

Hintergrund: Zwar war DLA Piper in der Vergangenheit bereits für die Hain-Celestial-Group tätig, dieses Mandat gewann die Kanzlei jedoch erst, nachdem sie den Ausschreibungsprozess für sich entscheiden konnte. Steuerlich hat ein Team um den Wiener Ernst & Young-Partner Dr. Peter-Michael Grau die Transaktion begleitet.

Baker kam über einen persönlichen Kontakt von Corporate-Partner Spatz zu einem der Mona-Geschäftsführer ins Mandat. Die Kanzlei war von allen Formatio-Gesellschaftern gemeinsam mandatiert. Beteiligten zufolge ließen sich die Athena Burgenland Beteiligungen und die BRB Burgenländische Risikokapital Beteiligungen im Hintergrund von ihrem langjährigen Berater Dr. Christoph Leitgeb von Doralt Seist Csoklich beraten. Beide waren Mezzaninkapitalgeber für die Oberwart Produktionsgesellschaft und Mona Naturprodukte. (Geertje de Sousa)

  • Teilen