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08.12.2009

VIP-Medienfonds: Salans und Sernetz begleiten Banken bei Vergleichsangebot

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Matthias Haas

Die Commerzbank und die HypoVereinsbank (HVB) bieten den Anlegern der VIP 3- und VIP 4-Medienfonds einen außergerichtlichen Vergleich an. Demnach garantieren die Banken den Anlegern der über die Commerzbank vertriebenen Fonds bis Ende November 2014 die Rückzahlung von 95 Prozent ihrer Bareinlage. Diese Regelung betrifft damit rund 80 Prozent aller Anleger.

Mit der HVB, die hier finanzierend tätig war, sollen derzeit noch weitere Verhandlungen bezüglich der Anleger laufen, die ihre Fonds nicht über die Commerzbank erworben haben. Die Regelungen gelten auch für diejenigen, die bislang keine Schadenersatzforderungen geltend gemacht haben. Der Einigung waren jahrelang andauernde Prozesse zwischen den Banken und den Anlegern vorausgegangen. (Simone Bocksrocker)

Vertreter Anleger
KWAG Ahrens & Gieschen
(Bremen): Jan-Henning Ahrens, Jens-Peter Gieschen (Koordination mit diversen Anlegerkanzleien) 

Vertreter Commerzbank
Salans
(Frankfurt): Dr. Matthias Haas – aus dem Markt bekannt
Inhouse
(Frankfurt): Keine Nennungen

Vetreter HypoVereinsbank
Sernetz Schäfer
(München): Dr. Helge Großerichter, Dr. Manfred Wolf
Inhouse
(München): Matthias Biebl – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: KWAG vertritt rund 1.500 Anleger der VIP-Medienfonds. Dem Vernehmen nach hat die Kanzlei nicht zuletzt deshalb die Koordination mit anderen beteiligten Kanzleien auf Anlegerseite übernommen, darunter Kälberer & Tittel, Mattil & Kollegen, Steinhübel & von Buttlar, CLLB und Schirp Schmidt-Morsbach Apel Neusel. Indirekte Verhandlungen mit diesen Kanzleien habe es jedoch gegeben, hieß es in Verhandlungskreisen. In einer von den Banken anberaumten Telefonkonferenz wurden die Vertreter der Anleger über das Angebot informiert. Daran teilgenommen haben soll auch Jens Graf von der Kanzlei Graf Rechtsanwälte in Düsseldorf. Er scheint jedoch kein Anhänger des Vergleichs zu sein: Er veröffentlichte kürzlich auf dem Portal graumarktinfo.de einen Beitrag mit dem Titel ‚Traue nicht Commerzbank und HVB‘.

Salans-Anwalt Haas ist schon länger für die Commerzbank tätig. Diverse Verfahren im Zusammenhang mit den VIP-Fonds begleiteten ihn durch diverse Stufen seiner beruflichen Karriere: Noch als Counsel bei Linklaters vertrat er die Bank etwa in einem Verfahren vor dem Landgericht München, in dem es um einen fehlerhaften Prospekt des VIP 4-Fonds ging. Vor dem OLG war Haas dann als Partner bei Aderhold (mehr…) vertreten. Inzwischen arbeitet er als Partner bei Salans. Er gehörte im Sommer 2008 zu dem Team, das ein Büro für die Kanzlei in Frankfurt eröffnete. Auch Sernetz Schäfer begleitet die HypoVereinsbank schon länger in diesem Komplex.


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