Biotechnologie

Affiris bringt mit Eisenberger + Herzog Lizenzvertrag auf den Weg

Das Wiener Biotech-Unternehmen Affiris hat einen chinesischen Partner für einen Wirkstoff gefunden, mit dem sich Stoffwechselstörungen behandeln lassen. Das Pharmaunternehmen Frontier Biotechnologies aus Nanjing schloss einen Lizenzvertrag für die Volksrepublik China und Taiwan. Die zuständigen Behörden müssen dem Vertrag noch zustimmen.

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Marco Steiner

Durch den Lizenzvertrag kann Frontier nun den von Affiris entwickelten Wirkstoff ‚Affitope AT04‘ für den chinesischen Markt herstellen, weiterentwickeln und vertreiben. Die in Wien entwickelte Substanz dient dazu, Patienten zu behandeln, die an chronischer Hypercholesterinämie leiden. Das ist eine Störung des Fettstoffwechsels.

Der börsennotierte Pharmakonzern Frontier sichert sich mit dem Vertrag die Rechte in China, Hongkong, Taiwan und Macau. In allen anderen Ländern der Welt hält Affiris weiterhin die Rechte an Affitope AT04.

Seit der Gründung im Jahr 2003 forscht Affiris in Wien zu Wirkstoffen und möglichen Therapien gegen verschiedene Krankheiten, wie zum Beispiel Chorea Huntington. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter in Wien. An Affiris beteiligt sind unter anderem das Münchner VC-Haus MIG, das bis 2021 in seinem Portfolio auch Anteile am Impfstoffentwickler Biontech hielt.

Susanne Rademacher

Berater Affiris
E+H Eisenberger + Herzog (Wien): Marco Steiner, Johannes Feilmair (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Jana Eichmeyer (Arbeitsrecht), Judith Feldner (Kartellrecht); Associates: Fabian Larcher (Corporate/M&A), Alexander Reiter (Kartellrecht; beide Rechtsanwaltsanwärter)
KPMG Austria (Wien): Andreas Kronawetter, Lukas Plakolm (beide Steuern)
Sonn & Partner (Wien): Dr. Daniel Alge (Patentrecht)
Advant Beiten (Peking): Susanne Rademacher, Dr. Jenna Wang-Metzner (beide Corporate/M&A)

Berater Frontier Biotechnologies
AllBright Law Offices (Schanghai): Emma Pang (Federführung; Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Affiris setzte bereits im Sommer 2021 auf Eisenberger+Herzog. Ein Team um die Wiener Corporate-Anwälte Steiner und Feilmair beriet das Unternehmen damals, als dieses für 58,7 Millionen US-Dollar sein Parkinson-Portfolio an das Schweizer Biopharmaunternehmen AC Immune verkaufte und sich im Gegenzug an den Schweizern beteiligte. Seit 2015 steht E+H Affiris regelmäßig zur Seite.

KPMG beriet Affiris hinsichtlich der steuerlichen Aspekte des Lizenzvertrags. Bei Fragen zum Patentrecht holte sich das Wiener Unternehmen den Patentanwalt Alge von Sonn & Partner mit ins Boot.

Neuer Verbund

Vor Ort in China verhandelte ein Team von Advant Beiten als Local Counsel für Affiris. Das Unternehmen wählte Advant Beiten aufgrund einer Empfehlung des Teams von E+H. Seit September 2021 tritt die deutsche Kanzlei Beiten Burkhardt als Advant Beiten auf, nachdem sie gemeinsam mit der Kanzlei Altana aus Frankreich und der italienischen NCTM einen europäischen Verbund unter der Dachmarke Advant gegründet hatte.

Nach Marktinformationen wurde das chinesische Pharmaunternehmen Frontier durch ein Team von AllBright Law Offices beraten. Federführend war Corporate-Partnerin Pang aus dem Schanghaier Büro.

Copyright Teaserbild: Fotolia_1187370

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