Erstmals ins Ausland

Flick Gocke eröffnet in Zürich und Wien

Die deutsche Spitzenkanzlei im Steuerrecht Flick Gocke Schaumburg stärkt ihre Präsenz im deutschsprachigen Ausland. Mit einer eigenständigen Dependance in Zürich und einer Repräsentanz in Wien will sie dem gewachsenen grenzüberschreitenden Beratungsgeschäft Rechnung tragen.

Teilen Sie unseren Beitrag
Daniel Holenstein
Daniel Holenstein

Zugleich unterstreicht Flick Gocke mit dem Schritt die enge Kooperation mit der österreichischen Steuer- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft LeitnerLeitner, mit der sie 2010 eine formale Allianz eingegangen ist. In Wien zieht die deutsche Kanzlei in die Räumlichkeiten von Leitner, in Zürich öffnen beide zeitgleich unter derselben Adresse ihre Pforten. Hier bestehen bereits seit Ende Mai zwei Gesellschaften: Die FGS Zürich AG und die LeitnerLeitner Zürich AG.

Für ihre Gesellschaften in Zürich gewannen beide den Steuerexperten Daniel Holenstein. Der 47-Jährige ist Schweizer und Spezialist auf dem Gebiet des Steuerstrafrechts. Er verfügt nach Angaben von Flick Gocke über große Erfahrung in Rechts- und Amtshilfesachen. Holenstein kommt von der Schweizer Kanzlei Umbricht, wo er seit 2006 Partner war.

Geleitet werden soll der Standort auf der Flick Gocke-Seite jedoch von den deutschen Partnern Dr. Karsten Randt und Dr. Jörg Schauf. Beide sind ebenfalls auf Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht spezialisiert und werden sowohl weiterhin in Bonn als auch regelmäßig in Zürich präsent sein.

Vor allem der Standort in der Schweiz ist für Flick Gocke zentral. „Das Züricher Büro wird primär die steuerstrafrechtliche Beratung im deutsch-schweizerischen Verhältnis im Fokus haben“, so Prof. Dr. Thomas Rödder, Vorsitzender der Partnerversammlung von Flick Gocke Schaumburg. „Wir versprechen uns davon, eine noch größere Zahl von deutschen Steuerpflichtigen im Sinne des deutschen Fiskus in die Steuerehrlichkeit zu begleiten.“

Das neue Büro werde als German Desk ausschließlich im deutschen Recht beraten. Aktuell sollen hier insbesondere die mit Selbstanzeigen und dem geplanten Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland zusammenhängenden Rechtsfragen aufgegriffen werden, so Rödder. An der engen Kooperation im Steuerrecht mit der Schweizer Spitzenkanzlei Homburger ändere sich dadurch jedoch nichts. (Jörn Poppelbaum)

Artikel teilen