Bergmann bringt umfangreiche Erfahrung mit Managementaufgaben in der Kanzlei mit. Ab 1996 leitete er rund zehn Jahre lang das Berliner Büro und von 2006 bis 2009 die weltweite Kartellrechtspraxis, eines der Aushängeschilder der Sozietät. Seit zwei Jahren steht er als Co-Chef dem weltweiten Partner Recommendation Committee vor, das sich mit Vorschlägen für Partnerernennungen beschäftigt.
Bergmann hat seine gesamte anwaltliche Laufbahn bei Freshfields verbracht. Mit Mandanten wie dem Süßwarenhersteller Mars, dem Kosmetikunternehmen Coty und dem Energie- und Automatisierungsspezialisten ABB zählt er innerhalb der anerkannten Kartellrechtspraxis zu den Leistungsträgern. Ähnlich wie Hohenstatt wird Bergmann neben seinen Aufgaben als Managing-Partner rund zur Hälfte weiter in der Mandatsarbeit tätig sein. Dabei wird er sich weniger als sein Vorgänger mit Mietverträgen oder der internen Infrastruktur auseinandersetzen müssen, da diese Aufgaben mittlerweile im Servicecenter in Manchester zentralisiert sind.
Die inhaltliche Verantwortung für die Region CEE/CIS (Central and Eastern Europe/Commonwealth of Independent States) tragen unterdessen weiterhin der Wiener Partner Willibald Plesser und der in Moskau sitzende Sebastian Lawson.
Bergmanns Vorgänger Hohenstatt, der kurz nach der Finanzkrise das Ruder übernahm und die Sozietät durch schwierige Zeiten zu führen hatte, kehrt mit dem Amtswechsel wieder ganz in die arbeitsrechtliche Beratung zurück, wo er unter anderem Verbindungen zum Otto-Konzern sowie HDI/Talanx pflegt. Ein Verdienst seiner sechsjährigen Amtszeit als Managing-Partner ist der konsequente Ausbau des Personalentwicklungsprogramms Smart Balance, durch das die Ausbildung von Associates modernisiert und über Module flexibilisiert wurde.
Neuigkeiten in Paris
Während die österreichischen und deutschen Anwälte schon seit einer Weile einem gemeinsamen Managing-Partner unterstehen, ist die Leitung der anderen europäischen Praxen nun erstmalig als eigene Funktion eingeführt worden. Für diese Position ist der französische Partner Alan Mason ausgewählt worden, der bisher eine Führungsrolle in der internationalen Public-M&A-Gruppe innehatte und gleichzeitig die Aktivitäten der Kanzlei im französischsprachigen Afrika fördern sollte. Wie Bergmann erhält auch Mason einen Platz im sogenannten Practice Committee, das eng mit dem Senior Management zusammenarbeitet.
Weggang in New York
Ein neues Senior Management für die Gesamtkanzlei war zum Jahresanfang gestartet. Aus dem zunächst vierköpfigen Team ist aber nun wieder ein Trio geworden, nachdem der US-Partner Michael Lacovara sich entschied, in die Litigation-Praxis von Latham & Watkins in New York zu wechseln. Seine Aufgabe war es, die Service-Standorte weiter auszubauen: nach Manchester ist Freshfields dabei, auch im kanadischen Vancouver ein IT-Zentrum aufzubauen. Diese Aufgabe fällt nun wieder dem internationalen Co-Managing-Partner Prof. Dr. Stephan Eilers zu, der diese strategische Entwicklung in den letzten Jahren forciert hatte. Allerdings hatte Lacovara auch eine Rolle auf der US-Seite des VW-Dieselgate-Mandats gespielt, sodass der Weggang für die US-Litigation-Praxis ein Rückschlag sein dürfte.