Jahresrückblick 2019

Die zehn Top-Meldungen aus Österreich

Kanzleigründungen und -wechsel waren 2019 ein bestimmendes Thema unter den wichtigsten Meldungen. Einen tiefen Einschnitt musste Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche hinnehmen. Dass zwei ihrer Salary-Partner mit einem größeren Team eine eigene Kanzlei starteten und mit KPMG Law kooperieren, sorgte für großes Aufsehen.

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Zu den auffälligen Personalwechseln gehörte, dass sich der frühere Schönherr-Partner Dr. Florian Kusznier Wolf Theiss anschloss. Die Kanzlei am Wiener Schubertring setzte damit ein Ausrufezeichen in den zentralen Rechtsgebieten Gesellschaftsrecht und M&A. In der Prozessführung verließ dagegen ein Salary-Partner die Einheit und heuerte bei Cerha Hempel an.

Erst ab Juli 2020 greift das Ausscheiden von Prof. Dr. Georg Eisenberger bei Eisenberger & Herzog. Der Experte für Öffentliches Recht wird sich mit einer eigenen Kanzlei in Graz selbstständig machen. Die Ankündigung dieses Schritts sorgte für große Aufmerksamkeit. Bereits im Februar geht dagegen der Wechsel von Hannes Havranek von PHH zu Feuchtmüller Stockert Moick vonstatten, einer jüngeren Kanzlei, die mit dem Zugang ein transaktions- und gesellschaftsrechtlich erfahrenes Team gewinnt.

Streit um Datenschutz

Ein Schlaglicht auf streitige Causen werfen zwei Verfahren: Ein datenschutzrechtlicher Prozess aus Vorarlberg, in dem die Österreichische Post ihren Umgang mit persönlichen Daten von Wählerinnen und Wählern rechtfertigen muss, und ein internationales Schiedsverfahren. In diesem verhandelten unter anderen Anwälte von Freshfields Bruckhaus Deringer und Kerres Ansprüche ausländischer Investoren aus Privatisierungen in Albanien in den 1990-ern.

Mit Transaktionen machten vor allem zwei Unternehmen Schlagzeilen: René Benkos Signa und der steirische Sensorspezialist AMS. Signa etwa sicherte sich im Spätsommer in einer Kapitalerhöhung 1,2 Milliarden Euro an frischem Geld.

 

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