JUVE Inhouse-Umfrage Österreich

Budgets stagnieren, Kosten steigen

Autor/en
  • Catrin Behlau

Unternehmensjuristen in Österreich sehen sich häufig stagnierenden Budgets bei gleichzeitig steigenden Kosten für externe Anwälte gegenüber. Dies ist ein Ergebnis der diesjährigen JUVE Umfrage in Kooperation mit Business Circle unter Verantwortlichen in den Bereichen Recht, IP, Compliance und Steuern.

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Die JUVE Inhouse-Umfrage: Die Mischung macht's
Die JUVE Inhouse-Umfrage: Die Mischung macht’s

Besonders eklatant sind die Steigerungen bei den Ausgaben für externe Anwälte: Betrugen diese 2013 noch im Durchschnitt 700.000 Euro und 2014 900.000 Euro, lagen sie nun bei durchschnittlich 1,5 Millionen Euro. Allerdings hatten 2013 noch fast 40 Prozent der Umfrageteilnehmer angegeben, dass die Kosten für externe Anwälte gestiegen seien, in diesem Jahr waren es nur noch rund 17 Prozent. Dies deutet daraufhin, dass sich die Kosten in den Unternehmen durchaus unterschiedlich entwickeln und sich hier vor allem großvolumige Projekte niederschlagen.

Deutlich günstiger kommen Unternehmen bei den internen Ausgaben weg: Hier lagen die durchschnittlichen Ausgaben bei knapp unter einer Million Euro, was auch an dem niedrigen internen Stundensatz von etwa 90 Euro liegen dürfte. Dass Unternehmen daraus den Schluss ziehen, ihre Inhouse-Abteilungen personell zu stärken, kann in der Umfrage jedoch nicht nachgewiesen werden: Nur rund 17 Prozent der Teilnehmer vermeldeten, dass die Zahl der Neueinstellungen gestiegen ist. Auch was die Budgets angeht, konnte nur eine Minderheit von knapp 16 Prozent von einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr berichten.

Die Diskrepanz zwischen Kosten, Budgets und Personalentwicklung aufzulösen dürfte eine der drängendsten zukünftigen Aufgaben österreichischer Rechtsabteilungen sein. Welche Maßnahmen Unternehmen bereits bezüglich ihrer Beziehungen zu Kanzleien getroffen haben sowie weitere Zahlen und Fakten zu Gehältern und Personal finden Sie im aktuellen JUVE Magazin für Wirtschaftsjuristen in Österreich.

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