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DLA holt Wirtschaftsstrafrechtler von Baker in Wien

Nur wenige Tage nach Bekanntwerden des Weggangs von Finanzierungspartner Dr. Christoph Urbanek meldet DLA Piper Weiss-Tessbach einen prominenten Zugang: Zum August schließt sich der Experte für Wirtschaftsstrafrecht Georg Krakow der Kanzlei als Equity-Partner an. Er kommt von Baker McKenzie Diwok Hermann Petsche, wo er fast zehn Jahre tätig war, zuletzt als Salary-Partner.

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Georg Krakow
Georg Krakow

Bei DLA schließt sich Krakow als Partner für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und interne Untersuchungen mit seinem Team der Litigation & Regulatory-Praxis an. Mit ihm wechseln eine Anwältin und zwei Konzipienten, die kurz vor der Eintragung stehen. Dazu kommt ein weiterer Konzipient, der vom Verfassungsgerichtshof zu dem Team stößt. 

Einer von Krakows aktuellen Schwerpunkten liegt in der Aufklärung und Bewertung von strafrechtlich relevanten Sachverhalten. Das schließt interne Untersuchungen in fachübergreifenden Teams ein, so etwa im Falle der internen Untersuchung bei Porr im Rahmen des Baukartells. 

Vor seiner Zeit bei Baker war Krakow von 2009 bis 2011 Kabinettschef im Justizministerium und davor fünf Jahre bei der Staatsanwaltschaft Wien, zuletzt als Oberstaatsanwalt für Wirtschaftsstrafsachen. Dort war er mitverantwortlich für den Aufbau der zentralen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und in zivil- und strafrechtliche Gesetzgebungsverfahren wie die Kronzeugenregelung involviert. Von 2002 bis 2004 war er Richter im Justizministerium. Größere Bekanntheit erlangte er, als er im Juni 2012 als Koordinator der Hypo-Task-Force mit der juristischen Aufbereitung der Bank-Vergangenheit der Hypo Alpe-Adria beauftragt wurde. Zuvor war er als Staatsanwalt im ersten Bawag-Strafverfahren tätig.

Bei Baker verbleiben im Bereich Compliance unter der Führung von Namenspartner Dr. Alexander Petsche drei Partner, ein Counsel und sieben Associates. Dieser Bereich umfasst sowohl Corporate Compliance als auch interne Untersuchungen. Dabei liegt der Fokus in der Beratung von globalen und nationalen Unternehmen – und anders als bei Krakow nicht auch auf Einzelpersonen.

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