Der Gründungs- und bisherige Namenspartner von KWR Karasek, der auch deren Turkish Desk leitet, genießt einen exzellenten Ruf im Privaten Baurecht und gilt als ausgezeichneter Prozessrechtler. Zu den Mandanten zählt, so Marktteilnehmer, die halbe Bauwirtschaft, darunter namhafte Konzerne wie Alpine, Porr, Östu-Stettin sowie G. Hinteregger.
„Wir wollten unserer Immobilienrechtsexpertise strategisch um einen ebenso starken Baurechtsbereich ergänzen“, sagte Peter Oberlechner, Leiter der Immobilienpraxis bei Wolf Theiss. Managing-Partner Erik Steger wies auf die Notwendigkeit dieser Kompetenzen vor allem im Anlagenbau und bei Infrastrukturprojekten hin.
Wolff Theiss biete, so Karasek, die ideale Plattform für die Beratung im gesamten osteuropäischen Raum. Im Gegensatz zu KWR, die lediglich ein Büro in Sofia unterhält, verfügt Wolf Theiss bereits über eine immobilienrechtliche Praxis in zwölf Ländern. Allein in Wien engagieren sich etwa 20 Juristen im Immobilienrecht, vor allem bei Transaktionen und Finanzierungen. Baurecht und Projektentwicklungen waren jedoch bislang für die Kanzlei kein zentrales Beratungsfeld. Nun, so kommentiert ein Mandant die Entwicklung, kommen „das beste Immobilienrechtsteam und das beste Baurechtsteam zusammen“.
Karasek und Müller, die beide seit Bestehen der Kanzlei bei KWR waren, werden begleitet von zwei Rechtsanwälten und drei Anwärtern.
Für KWR bedeutet der Weggang des Teams einen herben Verlust, zumal in letzter Zeit gleich mehrere Partner die Kanzlei verließen. So wechselte bereits der Leiter der Immobilientransaktionspraxis, Dr. Stephan Größ, zu Baker & McKenzie (mehr…). Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Gründungspartner Dr. Otto Dietrich für die Strafrechtsboutique Roxin in Wien eröffnen wird (mehr…).
Bei KWR in Wien verbleiben nach den Weggängen noch ein gutes Dutzend Anwälte sowie eine Reihe von Rechtsanwaltsanwärtern. (Jörn Poppelbaum, Astrid Jatzkowski)