Personalien
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker!
Oktober 2025
Forvis Mazars verstärkt Healthcare-Team
Forvis Mazars gewinnt zum November Dr. Marina Schulte (39) als Salary-Partnerin. Sie kommt aus dem Düsseldorfer Büro von Taylor Wessing, wo sie zuletzt Senior Associate war, und verstärkt bei Forvis Mazars in Köln das Team um Sebastian Retter. Die Regulierungsspezialistin berät Gesundheitsunternehmen, Start-ups, Investoren und Krankenkassen zu Erstattungsfähigkeit digitaler Technologien sowie zu Haftungsfragen bei Künstlicher Intelligenz. Vor ihrer Zeit bei Taylor Wessing war sie unter anderem für die Kanzleien D+B und Heuking tätig. Für die Praxisgruppe von Taylor Wessing ist es nicht der erste personelle Verlust der vergangenen Monate: Zum September wechselte ein sechsköpfiges Team um die renommierten Partnerinnen Dr. Manja Epping (57) und Dr. Stefanie Greifenender (49) innerhalb Münchens zu Heuking.
Prozesstechniker GEA verankert Recht in neuer Vorstandsposition
Mit Dr. Nadine Sterley (44) rückt Anfang 2026 eine ehemalige Luther-Anwältin in den Vorstand der GEA Group. Das Unternehmen wird seit September im Dax geführt. Sterley ist dort Chief Sustainability Officer und Chief Human Rights Officer.
Musical-Konzern ATG schafft Head-of-Legal-Position
Beim Musical-Konzern ATG Entertainment ist Mitte Oktober Anne Ohlen zur Head of Legal für Deutschland aufgestiegen. Die 51-jährige Medien- und Urheberrechtsspezialistin war im Februar zunächst als Senior Legal Counsel bei ATG in Köln eingestiegen. Zuvor hatte sie Inhouse-Positionen bei Medienhäusern und war auch in eigener Kanzlei tätig. Neben Ohlen arbeitet derzeit noch eine weitere Juristin in der deutschen Rechtsabteilung. Als Chief Legal Officer und Group General Counsel des Unternehmens, das in Deutschland etwa Produktionen wie Starlight Express und Moulin Rouge aufführt, fungiert von London aus Lisa Butler.
Litigation-Team verlässt White & Case in Richtung Clifford Chance
Großer Teamwechsel in Frankfurt: Dr. Alexandra Diehl (46) wechselt zum November mit einer 14-köpfigen Mannschaft von White & Case in die Litigation-Praxis von Clifford Chance. Diese möchte sich damit vor allem beim Thema Massenklagen verstärken. Zu dem mit ihr wechselnden Team gehören neben neun Associates und zwei Berufsanfängern auch zwei Local Partnerinnen: Priscilla Tatschner, die bislang mit Diehl die BioNTech-Verfahren koordiniert, sowie Dr. Lisa Becker, die einen Schwerpunkt bei vertrags- und haftungsrechtlichen Streitigkeiten im Finanzsektor hat. Während Tatschner ein White & Case-Eigengewächs ist, war Becker nach einer Zwischenstation bei Dentons im Sommer 2024 zu White & Case zurückgekehrt.
Nach 20 Jahren: Arqis stellt Kanzleiführung auf Doppelspitze um
Arqis reorganisiert zum Jahreswechsel ihre Managementstruktur und führt eine Doppelspitze ein. Zum Januar übernimmt Dr. Friedrich Gebert (40) als Managing-Partner die operative Führung der Kanzlei. Als Senior Partner wird künftig Dr. Shigeo Yamaguchi. Leiter der Fokusgruppe Japan, strategische Themen und alle Partnerschaftsangelegenheiten verantworten. Die Arbeitsrechtlerin Dr. Andrea Panzer-Heemeier, die die Kanzlei seit der Gründung 2006 geleitet hatte, zieht sich aus der Geschäftsführung zurück und konzentriert sich künftig ganz auf ihre Mandatsarbeit. Mit 20 Jahren Amtszeit dürfte sie eine der am längsten aktiven Managing-Partner in Deutschland gewesen sein und eine der wenigen Frauen in der Position.
Ypog eröffnet Büro in Cambridge
Ypog setzt ihre internationale Expansion mit einem neuen Büro in Cambridge, Großbritannien, fort. Das Büro wird von Partnerin Susanna Stanfield und Associated Partnerin Mary Harley geleitet, die beide im September von Withers Tech zu Ypog wechselten. Seinerzeit hatte Ypog ein Büro in London mit Anwälten der britischen Kanzlei Withers Tech eröffnet. Der Fokus in Cambridge liegt auf der Beratung von universitären Spin-offs und wissenschaftsbasierten Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Healthtech und Deeptech.
Ashurst ernennt Goodwin-Counsel zum Partner im Immobilienrecht
Ashurst verstärkt ihr Frankfurter Real-Estate-Team mit Matthias Rüdt von Collenberg zum Partner. Der Schritt ist Teil der Strategie der Kanzlei, die Real Estate als Prioritätssektor und Deutschland als Wachstumsmarkt definiert. Mit der Personalie stellt sich das Frankfurter Immobilienteam nach dem Weggang von Nicolas Deuerling wieder als Zwei-Partner-Praxis auf. Rüdt von Collenberg war bereits früher als Associate bei Ashurst tätig, wurde 2016 dann Counsel bei Goodwin Procter. Er berät zu Akquisitionen, Veräußerungen, Asset Management, Immobilienfinanzierungen und Joint Ventures. Seine Erfahrung umfasst die Betreuung von Private-Equity-Investoren und institutionellen Mandanten bei internationalen Immobilientransaktionen.
Tiefenbacher verstärkt sich mit Arbeitsrechtler von Anchor
Andreas Pöschke wechselt zum November als Salary-Partner zur Heidelberger Sozietät Tiefenbacher. Der 63-jährige Arbeitsrechtler war seit Beginn 2018 Partner bei der Insolvenzkanzlei Anchor in Mannheim. Zuvor war Pöschke lange Zeit bei der Mannheimer Einheit Irschlinger & Koll tätig, deren Insolvenzpraxis sich 2007 mit Wellensiek-Anwälten zur Gründung von Anchor zusammenschloss. In seiner bisherigen beruflichen Laufbahn beriet er vorrangig zu insolvenznahen Aspekten im Arbeitsrecht. Bei der künftig sechsköpfigen Arbeitsrechtspraxis von Tiefenbacher will Pöschke daneben weitere Tätigkeitsfelder stärken, etwa an der Schnittstelle zu Transaktionen.
Dechert-Partner geht zu PE-Haus Vidia Equity
Giovanni Russo ist seit Oktober Investment-Partner und Head of Italy des Münchner Private-Equity-Investors Vidia. Vidia ist spezialisiert auf Investments für Klimalösungen, Dekarbonisierung, Recycling und andere Umweltdienstleistungen, häufig bei Familienunternehmen und Mittelständlern. Russo verantwortet dort nun die Expansion nach Italien. Er war seit 2004 Anwalt im Münchner Büro von Dechert, zunächst als Associate, ab 2013 als National Partner. 2017 wurde er zum Partner ernannt. Dort beriet er Private-Equity-Firmen, Unternehmen und Managementteams bei lokalen und grenzüberschreitenden M&A- und Finanzierungstransaktionen.
Quinn Emanuel-Partner gründet Kanzlei
Joachim Lehnhardt hat das Hamburger Büro von Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan verlassen und eine Kanzlei gegründet. Diese firmiert unter dem Namen ni-law. Lehnhardt war seit 2012 bei Quinn Emanuel und Teil des Teams um Nadine Herrmann, das von Allen & Overy kam und für Quinn das Büro in Hamburg eröffnete. Dort stieg er zunächst zum Counsel und 2022 zum Partner auf und stand gemeinsam mit Herrmann für den Bereich Kapitalmarkt- und Financial-Litigation bei Quinn. Lehnhardt kündigte an, weiterhin eng mit Quinn zu kooperieren, beispielsweise in den Prozessen rund um Aktionärsklagen im Fall Wirecard, die aktuell am Bundesgerichtshof verhandelt werden.
Großes Team spaltet sich von JBB ab
Wie jetzt bekannt wurde, verlassen acht der derzeit zehn Equity-Partner der Berliner IP-, IT und Medienkanzlei JBB Rechtsanwälte Ende Dezember die Kanzlei und gründen unter dem Namen JBViniol eine neue Einheit. Zum Startteam gehört dann außerdem ein erfahrener Presserechtler, der von Advant Beiten dazustößt. Bei JBB verbleiben zwei Partner, die vor allem für das Geschäftsfeld Fluggastrechte stehen.