Juve Plus Trennung in Berlin

Großes Team spaltet sich von JBB ab

Wie jetzt bekannt wurde, verlassen acht der derzeit zehn Equity-Partner der Berliner IP-, IT und Medienkanzlei JBB Rechtsanwälte Ende Dezember die Kanzlei und gründen unter dem Namen JBViniol eine neue Einheit. Zum Startteam gehört dann außerdem ein erfahrener Presserechtler, der von Advant Beiten dazustößt. Bei JBB verbleiben zwei Partner, die vor allem für das Geschäftsfeld Fluggastrechte stehen.

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Beide Seiten bestätigten auf JUVE-Nachfrage die aktuellen Entwicklungen. Die acht JBB-Partner, die künftig unter JBViniol am Markt antreten sind: die IP- und Wettbewerbsrechtler Oliver Brexl (55), Dr. Martin Jaschinski (58), Thomas Nuthmann (51) und Dr. Jeannette Viniol (49), die beiden Medienrechtler Thorsten Feldmann (54) und Dr. Till Jaeger (56) sowie die IT-Rechtler Julian Höppner (51) und Dr. Michael Funke (39) sowie als Salary-Partner der Marken- und Vertriebsrechtler Dr. Bernd Weichhaus. Alle bisherigen Mitarbeiter dieser Partner, darunter fünf Associates und ein of Counsel, wechseln nach JUVE-Informationen mit in die neue Kanzlei.

Jeannette Viniol

Als neunter Equity-Partner schließt sich JBViniol nach JUVE-Informationen auch der renommierte Presserechtler Dr. Marc-Oliver Srocke an. Er kommt aus dem Hamburger Büro von Advant Beiten, wohin er 2020 aus der IP-Boutique Schultz-Süchting als Salary-Partner gewechselt war. Srocke und Feldmann kennen sich schon lange, beide arbeiten immer wieder für den Spiegel-Verlag – Srocke im Presserecht, Feldmann im Online- und Datenschutzrecht. Die Trennung von Advant Beiten erfolge nun sehr einvernehmlich, hieß es von Seiten Srockes.

Masseverfahren-Spezialisten bleiben bei JBB

Marc-Oliver Srocke

Bei JBB verbleiben die beiden Partner Sebastian Biere (55) und Robert Weist (44). Der Wettbewerbsrechtler Biere, der neben Brexl und Jaschinski zu den Gründungspartnern von JBB gehört, hat vor über zehn Jahren begonnen, sich mit der technologieunterstützten Prozessoptimierung für Massenverfahren zu beschäftigen. Das Geschäft ist deshalb auf besondere Art organisiert und strukturiert, dazu gehört auch ein ungewöhnlicher Personaleinsatz: Auf zwei Partner kommen bei JBB 14 Associates. Ein Schwerpunkt liegt im Fluggastrecht, aber auch in Verfahren im Kontext des Dieselkomplexes ist die Praxis tätig.

Sebastian Biere

Unter dem Namen JBB sollen aber auch künftig die Bereiche Wettbewerbs- sowie IT- und Datenschutzrecht abgedeckt werden, dazu will die Kanzlei im neuen Jahr auch weitere Partner aufnehmen.

Trennung nach 26 Jahren

Die Partnerschaft von JBB war im Markt bisher als besonders stabil bekannt: Seit die Kanzlei 1999 gegründet wurde, hat erst eine Equity-Partnerin die Kanzlei verlassen: Die IT-Rechtlerin Dr. Lina Bröcker wechselte im September 2022 zu Osborne Clarke.

Auch Quereinsteiger waren eher selten: 2024 war Weichhaus von Lubberger Lehment als Salary-Partner hinzugekommen. Zwischenzeitlich hatte auch der ehemalige Hyazinth-Partner Dr. Timm Theilmann der Kanzlei als of Counsel angehört. Er verließ die Kanzlei jedoch nach kurzer Zeit wieder. Seit 2023 ernannte JBB intern dafür drei Partner: Neben der IP-Rechtlerin Viniol, Namensgeberin der neuen Kanzlei, war dies auch Fluggastrechtler Weist und zuletzt der Datenschutz- und Urheberrechtler Funke.

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