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Juve Top 20

Dorda

Die häufigen Vorträge zu juristischen und wirtschaftlichen Themen und die Mitarbeit in anderen Praxisgruppen tragen bei Dorda Früchte: Die Kanzlei punktet in der JUVE-Konzipientenumfrage mit ihrer Ausbildung im Hinblick auf die Rechtsanwaltsprüfung (RAP).

Bei diesem Kriterium schneidet sie besser ab als andere Wiener Einheiten ihrer Größe. Die Unterstützung bei der RAP-Vorbereitung ist den jungen Juristen sehr wichtig, wie die JUVE-Umfrage erneut zeigte.
Weniger zufrieden sind die Nachwuchsjuristen bei Dorda mit der Arbeitsbelastung. Dass die Kanzlei Vorgaben zu verrechenbaren Stunden macht, die sich über die ersten Berufsjahre erhöhen, könnte ein Grund dafür sein. Ein Konzipient beklagt einen „zu großen Arbeits- und Stundendruck“. Die Wochenstunden der jungen Juristen liegen aber mit gut 48 unter dem Mittel sämtlicher Teilnehmer an der JUVE-Konzipientenumfrage. Auch ihren Urlaub nehmen die Anwärter in einem weit höheren Ausmaß als viele bei anderen Kanzleien.
Bereits Bewerber berichten, dass die Kanzlei „darauf Wert legt, Frauen stärker zu fördern“. Inzwischen kommt sie unter ihren Juristen auf einen Frauenanteil von rund 45 Prozent, das sind 20 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Zu den Maßnahmen der Kanzlei gehört es, in Karenzzeiten Kommunikation und Fortbildungschancen aufrecht zu erhalten und flexible Arbeit in größerem Umfang zu ermöglichen. Ein Anwärter lobt, dass auch „der Umstieg auf volles Homeoffice im März 2020 gut klappte“. Die einzelnen Partner und Teams nutzen diese Möglichkeiten inzwischen allerdings in recht unterschiedlichem Ausmaß.

Eng einbezogen. Für Jus-Studierende bietet die Kanzlei ein Traineeprogramm, das die Teilnehmer eng in die Arbeit der Praxisgruppen einbezieht – etwa auch bei Gerichtsverhandlungen oder Besprechungen. Das Bewerbungsverfahren dafür loben Interessenten als „schnell und gut“.
Dass die Arbeitsatmosphäre bei der Kanzlei weitgehend stimmt, belegen etliche Rückmeldungen von Anwärtern und Praktikanten aus den JUVE-­Umfragen. Damit geht einher, dass die Teilnehmer in der JUVE-Konzipientenumfrage mit den Arbeitsinhalten sehr zufrieden sind. Auch das hohe Maß an grenzüberschreitenden Causen schätzen sie sehr.

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Österreich: Wien
Umsatz in Österreich 2020/21: 34 Millionen Euro
Internationale Präsenz und Einbindung: Die Kanzlei unterhält keine eigenen Auslandsbüros, sondern arbeitet in anderen Jurisdiktionen mit Partnerkanzleien zusammen.

Juristen in Österreich: 86
Frauenanteil Juristen: 45 %
Neueinstellungen Konzipienten 2022: 12
Praktikumsplätze 2022: 75 (für das Traineeprogramm)

Das JUVE-Urteil

Konzipientenausbildung
Konzipientenzufriedenheit
Gehalt
Internationalität

Renommee

Arbeitsrecht
Bank- und Finanzrecht
Kapitalmarktrecht
Gesellschaftsrecht/M&A
Immobilienwirtschaftsrecht
­Baurecht
Kartellrecht
Marken- und Wettbewerbsrecht
Patentrecht
Prozesse
Schiedsverfahren
Sanierungs- und ­Restruk­turierungsberatung
Steuerrecht
Umwelt- und Planungsrecht
­Vergaberecht

Vergütung*

Besondere Leistungen belohnt die Kanzlei eher mit Gehaltserhöhungen als mit Sonderzahlungen. Die Stundenvorgaben liegen bei 1.200 bis 1.400 im 1. Berufsjahr und steigern sich dann. Nach der Rechtsanwaltsprüfung bis zur Eintragung sind es 1.500 bis 1.600 Stunden pro Jahr.
Position Monatlich (in Euro)
Studentische/wissenschaftliche Mitarbeiter (pro Stunde): mindestens 37,50 Euro
Praktikanten Ab 1.500 Euro in Vollzeit, bei semester­weiser Anstellung ab 375 Euro bei 10 Wochenstunden. Mit einschlägiger Vorer­fahrung im Zuge von Praktika auch mehr.
Konzipienten 1. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 2.500 bis 4.000 Euro
Konzipienten 2. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.000 bis 4.000 Euro
Konzipienten nach der großen Legitimationsurkunde (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.000 bis 4.000 Euro
Konzipienten nach der Rechtsanwaltsprüfung bis zur ­Eintragung (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 4.000 bis 5.000 Euro
* Kanzleiangaben, Bruttogrundgehalt exklusive Kammerbeitrag und Mittel für die Versorgungseinrichtung. Beides übernimmt die Kanzlei nicht.

Lob und Kritik von den eigenen Konzipienten

„Spannende Mandanten und Arbeitsaufträge“
„Die Ausbildung ist gut, je nach Team sind auch die Kollegen super.“
„In der Corona-Pandemie einige wenige Konzipienten auf Kurzarbeit zu setzen, war eine kurzsichtige und übervorsichtige Maßnahme.“

Highlights Praktikum

  • Juristische Mitarbeit in Praxisgruppen, Teilnahme an Gerichtsverhandlungen
  • Traineeprogramm im Sommer in Vollzeit oder studienbegleitend möglich

Highlights Ausbildung und Karriere

  • Gezielte Maßnahmen, um Chancengleichheit von Juristinnen und Juristen
    zu gewähren
  • Strukturierte Vorbereitung auf die Rechtsanwaltsprüfung mithilfe von ­Partnern und Anwälten
  • Kanzleiinterne Fortbildungen mit Vorträgen zu fachjuristischen und ­wirtschaftlichen Themen

Karriere und Partnerschaft

Nach fünf bis sechs Jahren kann ein Rechtsanwalt bei Dorda in der Regel Contract-­Partner oder Counsel werden. Im Anschluss daran besteht die
Möglichkeit, als Gesellschafter in die Partnerschaft einzusteigen. Wenn der eingetragene Anwalt nicht Equity-Partner wird, kann er unter dem Namen der Kanzlei als Substitut weiterarbeiten. Im vergangenen Jahr hat die Kanzlei drei Gesellschafter ernannt.