Was sich Anfang Oktober in der eleganten Cargolifter-Halle abspielte, hatte frappierende Ähnlichkeit mit einer Haushaltsauflösung. Der Aachener Insolvenzverwalter des abgestürzten Luftschiffbauers, PROF. DR. ROLF-DIETER MÖNNING (MÖNNING & GEORG), wollte alles unters Volk bringen,was ging - insgesamt 8.000 Einzelteile, von der Großmaschine bis zum Schredder. Klar war von vornherein, dass auch im Optimalfall nur ein Bruchteil der 120 Millionen Euro Schulden damit gedeckt würden, aber besser ein bisschen Quote als gar nichts. Die nagelneuen Wagen der Betriebsfeuerwehr gingen übrigens laut Presseberichten an den neuen Inhaber der Halle, der dort einen Urwaldpark installieren will - Lianen statt Luftschiffe.+++ Abgetaucht ist BALTIC SUBMARINE, bevor - wie beim großen Bruder Cargolifter - die Produktion richtig in Schwung kam. Das Rostocker Unternehmen wollte mit Touristen-U-Booten zu Wasser, stattdessen ging man schon vor Produktionsbeginn zunächst einmal baden. Im Portemonnaie fehlen 250.000 Euro, die ein privater Investor aufbringen wollte, der es sich dann aber anders überlegte. Das restliche Kapital hatten die Existenzgründer bereits zusammen. Der Vier-Mann-Betrieb wird jetzt von ULRIKE HOGE-PETERS aus der Frankfurter Kanzlei WALTER & WALTER verwaltet. Die vor allem im Hessischen eingesetzte Verwalterin und ihre Kanzlei verfügen auch über ein Büro im Ostseebad Bad Doberan, was die Entscheidung des Amtsgerichts Rostock einigermaßen erklärlich machen dürfte. U-Boot-Kapitän und Geschäftsführer Jörn Lutat hält derweil Kurs und verhandelt mit möglichen neuen Geldgebern. Ob er noch einmal zum Luftholen auftauchen wird, weiß er nicht aber: "Wir hoffen natürlich." +++
+++ An Sanierungsbemühungen und rollenden Köpfen hat es wahrlich nicht gefehlt, und dennoch meldete die mehr als 100 Jahre alte Berliner KONSUMGENOSSENSCHAFT am 8. Oktober Insolvenz an. Als vorläufigen Insolvenzverwalter des ehemaligen VEB hat das AG Charlottenburg inzwischen DR. WOLFGANG SCHRÖDER eingesetzt, Namenspartner der Berliner Kanzlei SCHRÖDER RECHTSANWÄLTE. Vorangegangen waren tagelange Verhandlungen der Hausbanken um die Sanierung der mit 140 Millionen Euro verschuldeten Genossenschaft. Letzter Nagel zum Sarg war dann allerdings nach Presseberichten die Einleitung der Zwangsvollstreckung durch die Württemberger Hypo AG. Dennoch soll weiter an einer Sanierung gebastelt werden. Die 190.000 Mitglieder zählende Genossenschaft vermietet die früheren Kaufhallen-Standorte aus DDR-Zeiten und verfügt damit immerhin über einen ansehnlichen Immobilienbestand, den sich die Gläubigerbanken auch längst gesichert haben. +++
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