IKB-Aufsichtsrat geht mit Shearman gegen Ex-Vorstand vor
Die Mittelstandsbank IKB greift als erste Bank hart gegen ihre aktuellen und ehemaligen Manager durch. Laut einem Zeitungsbericht legte der Aufsichtsrat der IKB Ende Oktober gegen den früheren Vorstandschef Stefan Ortseifen Widerklage auf Rückzahlung von 805.000 Euro ein. Ortseifen hatte gegen seine Entlassung im Sommer 2007 geklagt. Damit reagiert die IKB auf den infolge der weltweiten Finanzmarktkrise geänderten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006/2007. Daneben fordert die Bank noch von drei weiteren Vorstandsmitgliedern insgesamt über eine Million Euro zurück. Infolge der Finanzmarktkrise hatte das Geldinstitut ein Sondergutachten erstellen lassen, das eine nachträgliche Änderung des Jahresabschlusses empfahl. Der neue Abschluss brachte laut einem IKB-Sprecher ein völlig anderes Ergebnis des Geschäftsjahres. Daher habe man die variablen Bezüge der Vorstände bis auf eine Mindesttantieme zurückgefordert.
Als erste deutsche Bank war die Düsseldorfer IKB im Juli 2007 in den Sog der weltweiten Finanzkrise geraten. Nach Fehlspekulationen mit US-Hypothekenkrediten konnte sie nur über ein millardenschweres Rettungspaket gestützt werden. Dieses wurde erst Anfang dieser Woche von der EU-Kommission genehmigt. Damit ist die endgültige Übernahme der IKB durch den Finanzinvestor Lonestar gesichert, der die Mittelstandsbank im August für rund 100 Millionen Euro von der staatlichen KfW-Gruppe erworben hatte.
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