Schleswig-Holstein
- Kieler Großkanzleien enteilen bei der Mittelstandsberatung den übrigen schleswig-holsteinischen Sozietäten
Eine aktive Wirtschaftsregion trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bleibt auch das nördlichste Bundesland – dank einer starken Dienstleistungs- und Tourismusbranche sowie sehr engen Beziehungen zu den skandinavischen und baltischen Staaten. Dennoch steht die Krise vor der Haustür. Denn das Frachtaufkommen von Speditionen sowie auf dem Nord-Ostsee-Kanal – ein wichtiger Indikator für die schleswig-holsteinische Wirtschaft – sank zuletzt rapide. Der Anwaltsmarkt entwickelte sich jedoch vergleichsweise stabil, abgesehen von dem Ausstieg der Bau- und Immobilienrechtler bei Koch Staats Kickler Schramm & Partner, die sich als Dres. Donoth Fuhrmann Tüxen selbständig machten.
Nur wenige Kanzleien mit eigenen M&A-Dezernaten
Doch von der passablen Auftragslage im nördlichsten Bundesland profitiert weiterhin v.a. ein kleiner Kreis von Kanzleien. Kennzeichen etwa von Brock Müller Ziegenbein und Cornelius + Krage sind ihre teils sehr hohe Spezialisierung und ihre Bekanntheit über die Region hinaus. Aber sie sind im Grunde auch die einzigen Sozietäten hier, die eigenständige M&A-Dezernate betreiben. Hierdurch machen sie auch überregional gut ausgebildeten Nachwuchs auf sich aufmerksam: Beide Kanzleien wuchsen mit Associates aus Großkanzleien.
Bevorstehender Generationswechsel beschäftigt viele Kanzleien
Viele andere Kanzleien im Bundesland haben dagegen weiter Nachwuchssorgen. Noch leidenschaftlicher als fehlenden Nachwuchs diskutieren die Kanzleien den absehbaren Generationswechsel bei einigen Wettbewerbern und die Frage, ob die betroffenen Sozietäten rechtzeitig für Nachfolger sorgen. In einigen der anerkanntesten Sozietäten werden mittelfristig verdiente Partner in den Ruhestand gehen. Ihre Nachfolger stehen in vielen Fällen parat, doch geht es darum, weiter die Marktpräsenz konsequent zu erhöhen.
