435-Millionen-Deal

Pandox kauft mit Jones Day Hotels in Deutschland

Die schwedische Hotelbetreiberin Pandox hat erneut in Deutschland zugekauft: Für rund 435 Millionen Euro erwarb sie ein Portfolio von der britischen Leopard-Gruppe und dem israelischen Hotel-Betreiber Fattal. Als Minderheitseignerin stieg Eiendomsspar ein, eine norwegische Immobilienfirma und Aktionärin von Pandox. Finanziert wird der Zukauf mit einem fünfjährigen Darlehen.

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Ulrich Brauer
Ulrich Brauer

Die umfangreiche Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der Kartellfreigabe steht, basiert auf einem Sale-and-Lease-Back-Modell: Die bisherige Betreiberin und Mitverkäuferin Fattal Hotels unterzeichnete zugleich Pachtverträge, die auf Umsatz bezogen sind, Mindestmieten garantieren und 25 Jahre lang laufen. Die 18 Häuser – die zukünftig alle unter der Marke Leonardo Hotels firmieren sollen – sind im oberen Mittelklasse-Segment angesiedelt und stehen beispielsweise an den Flughäfen Frankfurt, Köln-Bonn und Hannover, aber auch in der Hamburger und Düsseldorfer Innenstadt.

Die britische Gruppe Leopard erwarb hierzulande vor zwei Jahren die deutsche Hotelkette Holiday Inn, deren Management dann Fattal übernahm. Fattal Hotels ist eine vom Gründer geführte Kette aus Israel, die in Europa primär unter dem Label Leonardo operiert. 

Die skandinavische Käuferin Pandox, die schon mehr als 100 Hotels im Besitz hat, gründete Ende vergangenen Jahres ein eigene Betreibergesellschaft, um ihr Portfolio hierzulande auszubauen. Seit Juni dieses Jahres ist die Firma an der Stockholmer Börse notiert.

Berater Pandox
Jones Day (Düsseldorf): Dr. Ulrich Brauer (Federführung; M&A), Dr. Lutz Hülsdunk (Immobilienrecht), Claudia Leyendecker (Bank- und Finanzrecht), Dr. Martin Bünning (Steuerrecht; alle Frankfurt), Dr. Johannes Zöttl (Kartellrecht), Dr. Thomas Berg (Immobilienrecht; München), Dr. Zhaoxia Chen (M&A), Mathias Raabe (Bank- und Finanzrecht), Markus Hamann (Regulierung/Immobilienrecht); Associates: Dr. Philipp König, Dr. Nils Bremer (beide Kartellrecht; alle Frankfurt), Stella Greisbach (M&A), Inga Schmalz (Arbeitsrecht)

Matthias Jaletzke
Matthias Jaletzke

Berater Fattal Hotels / Leopard
Hogan Lovells (Frankfurt): Dr. Matthias Jaletzke (Federführung; Corporate/M&A), Marc Werner (Immobilienwirtschaftsrecht), Dr. Martin Sura (Kartellrecht), Dr. Hanns Herwig (Counsel); Associates: Dr. Jörg Neubauer (beide Corporate/M&A), Dr. Martin Bartlik (Immobilienwirtschaftsrecht), Sebastian Faust (Kartellrecht)

Berater Fatall Hotels:
White & Case (Frankfurt): Patrick Narr, Dr. Menso Engelman (beide M&A), Dr. Stefan Feuerriegel; Associate: Sven-Christoph Riepke (beide Real Estate)
Gornitzky & Co (Tel Aviv): Jack Smith – aus dem Markt bekannt

Berater Banken
Norton Rose Fulbright (Frankfurt): Nadine Bourgeois – aus dem Markt bekannt
Cederquist (Stockholm) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Jones Day-Partner Brauer ist ständiger Berater von Pandox in Deutschland. Er begleitete schon vor Jahren den Erwerb des Hilton-Hotels in Bremen sowie die Übernahme der Azure-Properties Berlin, damals allerdings noch unter der Flagge von Simmons & Simmons. Er wechselte 2012 ins gerade eröffnete Düsseldorfer Büro von Jones Day und arbeitete hier nun eng mit Lutz Hülsdunk zusammen, dem Chef der Immobilienpraxis.

White & Case-Partner Patrick Narr berät die Fattal Gruppe ebenfalls seit vielen Jahren und unterstützte sie auch, als sie vor zwei Jahren gemeinsam mit weiteren Investoren 20 Hotels von Queens Moat Houses übernahm. Damals war auch die israelische Sozietät Gornitzky involviert, die Stammberaterin der Hotelkette. Als die Leopard-Gruppe die Holiday-Inn-Kette erwarb, wurde ein Team von SJ Berwin mandatiert.

Die maßgebliche Arbeit auf Verkäuferseite lag dieses Mal jedoch bei Hogan Lovells-Partner Jaletzke, der sich mit seinem Team in einem Pitch durchsetzen konnte und für beide Parteien gemeinsam den Exit verhandelte. Sein Kollege Marc Werner pflegte schon länger Kontakt zur Fattal-Gruppe. White & Case-Partner Narr betreute hingegen die Mietverträge und erwirkte nach JUVE-Informationen mit der UK-Kanzlei Brown Rudnick zusammen die Freigabe alter Besicherungen. KPMG Düsseldorf war für die Financial Due Dilligence und Steuern einbezogen.

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