Architekturbüro

Teherani kauft mit Lorenz, Alpers & Stenger und BRL BRT-Anteile auf

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  • JUVE

BRT Bothe Richter Teherani, eines der bekanntesten deutschen Architekturbüros, ist zerfallen. Der Architekt Hadi Teherani hat die Gesellschafteranteile seiner Kollegen Jens Bothe und Kai Richter übernommen.

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Kai Lorenz
Kai Lorenz

Die Architekten, die sich bereits aus Studienzeiten kennen, hatten seit ihrer Firmengründung 1991 gemeinsam unter anderen eine Vielzahl von Büro- und Gewerbebauten, Wohnhäusern und Verkehrsbauten entwickelt, etwa die Oyster in Abu Dhabi, die Tanzenden Türme auf der Reeperbahn und die Europa Passage in Hamburg, die Kranhäuser in Köln oder den Fernbahnhof Frankfurt.

20 Jahre hatten die Architekten zusammengearbeitet, zwischenzeitlich beschäftigten sie rund 120 Architekten in Hamburg, Moskau, Dubai und Bangalore. Die bisherigen drei Gesellschaften BRT Bothe Richter Teherani Architekten LLP und die BRT Engineer GmbH mit Sitz in Hamburg sowie die BRT Rus OOO mit Sitz in Moskau integriert der Architekt künftig als Hadi Teherani Architects in seine Unternehmensgruppe. Teherani hat bereits das Unternehmen Hadi Teherani Design AG.

Sein bisheriger Kollege Richter ist ebenfalls mit einer neuen Gesellschaft am Markt und wird teilweise mit Teherani zusammenarbeiten.

BRT war 2010 in Schwierigkeiten geraten und hatte einige Mitarbeiter entlassen müssen, als Presseberichten zufolge bei einem Moskauer Großbauprojekt wegen lokaler Querelen Honorare nicht gezahlt wurden.

Berater Teherani
Lorenz (Hamburg): Kai Lorenz (Federführung), Dr. Timm Nissen, Christian Verstege (Immobilienrecht)
Alpers & Stenger (Hamburg): Dr. Steffen Leicht aus dem Markt bekannt
BRL Boege Rohde Luebbehuesen (Hamburg): Stefan Denkhaus – aus dem Markt bekannt

Berater Richter
Huth Dietrich Hahn (Hamburg): Dr. Jörg Strasburger (Federführung), Dr. Friedrich-Carl von Gersdorff (Immobilienrecht), Dr. David Creutzfeldt

Berater Bothe
ksb Rechtsanwälte Notare (Hamburg): Joachim Poetsch
Brinkmann (Hamburg): John Wilts (Federführung), Hartwig Albers

Berater BRT
Zenk (Hamburg): Alexander Baden

Hintergrund: Die Kanzlei Zenk hatte das Architekturbüro in den vergangenen Jahren umfassend beraten und war daher für die Auseinandersetzung der Gesellschafter nicht unmittelbar einsetzbar. Zenk-Partner Baden befasste sich jedoch weiter mit Fragen der Gesellschaft selbst, die sich im Kontext der Auseinandersetzung stellten. Namenspartner Lorenz war nach einer Empfehlung aus dem Umfeld seines Mandanten mandatiert worden. Lorenz und Zenk-Partner Baden kennen sich seit Jahrzehnten: Baden war bereits Referendar im Berliner Zenk-Büro, als auch Lorenz dort tätig war. Lorenz ist seit 1997 in eigener Kanzlei in Hamburg tätig. BRL Boege Rohde Luebbehuesen wurde für die Bewertung der Einzelbeteiligungen hinzugezogen.

Teherani-Berater Leicht hat dieses Mandat noch für Alpers & Stenger geführt, zum Februar war er zu der Hamburger Kanzlei Corinius gewechselt (mehr…). Alpers & Stenger war laut Marktinformationen traditionell regelmäßig unter anderem der steuerrechtliche Berater des Gesellschafters Teherani.

Huth Dietrich Hahn-Partner Strasburger hatte bereits in zurückliegenden Jahren den Gesellschafter Kai Richter beraten.

Der bisherige Gesellschafter Bothe hat aufgrund langjähriger Kontakte zu Brinkmann-Partner Albers diese Kanzlei involviert. Partner Wilts ist neben dem Berliner auch im Hamburger Büro der Kanzlei tätig und hat einen Beratungsschwerpunkt im Gesellschaftsrecht, so dass seine Einbeziehung nahe lag.

Zudem war Poetsch von ksb für Bothe tätig, er kam nach einer Empfehlung von BRT-Berater Baden in das Mandat. Die beiden Anwälte kennen sich aus dem Hamburger Markt und hatten bereits in der Vergangenheit in einem gesellschaftsrechtlichen Mandat zusammengearbeitet.

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