Juve Plus Assetmanagement-Geschäft

Guggenheim beendet an der Seite von Freshfields Gespräche mit Deutsche Bank

Autor/en
  • JUVE

Der Verkauf der globalen Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank an den Finanzinvestor Guggenheim Partners ist endgültig gescheitert.

Teilen Sie unseren Beitrag
Hans Diekmann
Hans Diekmann

Ende Juni brachen beiden Seiten ihre exklusiven Verkaufsgespräche ab. Zu diesen Zeitpunkt stand nur noch der Verkauf von RREEF zur Disposition, in dem die Deutsche Bank ihr weltweites Vermögensverwaltungsgeschäft für alternative Anlagen bündelt.

Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank mit einer strategischen Überprüfung ihres Geschäftsbereichs Assetmanagement begonnen. Damit reagierte der Bankkonzern nach eigener Aussage auf die regulatorischen Veränderungen und die damit verbundenen Kosten. Denn die künftigen aufsichtsrechtlichen Regeln wie Basel III und CRD IV sehen deutlich strengere Eigenkapitalvorschriften vor.

Ursprünglich wollte sich die Deutsche Bank von ihrem gesamten Unternehmensbereich trennen. Lediglich das Privatkundengeschäft der DWS in Deutschland, Europa und Asien wollte sie weiter betreiben. Unter der neuen Führung von Anshu Jain und Jürgen Fitschen soll der Bereich nun zum Asset & Wealth Management umgebaut werden und gleichwertig neben den Privatkunden- und dem Investmentbank-Geschäft stehen. 

Berater Guggenheim
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Gunnar Schuster (Aufsichtsrecht), Dr. Andreas Fabritius, Arend von Riegen (beide Gesellschaftsrecht/M&A), David Rouch (London), Royce Miller (Hongkong), Raffaele Lener (Rom; alle Aufsichtsrecht); Dr. Andreas von Bonin (Brüssel; Wettbewerbs-/Kartellrecht), Dr. Jan Brinkmann, Jill Gatehouse (London; Steuern); Dr. René Döring (Arbeitsrecht), Dr. Alexandra Dreibus (Aufsichtsrecht), Dr. Timo Elsner (Immobilienrecht) – aus dem Markt bekannt
Sidley Austin (New York): Scott Freeman (Gesellschaftsrecht/M&A) – aus dem Markt bekannt

Berater Deutsche Bank
Shearman & Sterling: Peter Lyons (Gesellschaftsrecht/M&A; New York), Dr. Hans Diekmann (Gesellschafts-/Aufsichtsrecht; Düsseldorf); Associate: Dr. Andreas Wieland (Gesellschafts-/Aufsichtsrecht; Frankfurt) – aus dem Markt bekannt
Inhouse
(New York/Frankfurt): Keine Nennungen

Hintergrund: Zunächst dürfte die Wahl von Shearman als M&A-Beraterin der Deutschen Bank überraschen. Doch bevor der Düsseldorfer Partner Diekmann sich Shearman anschloss, war er über sieben Jahre als Syndikus für die Deutsche Bank tätig. Zudem unterhält die US-Kanzlei exzellente Kontakte zum aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden des Konzerns, Dr. Paul Achleitner. Diese Mandatsbeziehung war für Shearman bereits äußerst fruchtbar, als Achleitner in vorheriger Position als Vorstand beim Allianz-Konzern tätig war.

So gehörte Diekmann zu dem Team von Shearman-Anwälten, das die Allianz-Tochter Dresdner Bank an die Commerzbank veräußerten. Das hohe Prestige des aktuellen Mandats wird dadurch deutlich, dass mit US-Partner Lyons der frühere Leiter der weltweiten Transaktionspraxis von Shearman als Verhandlungsführer auftrat.

Eben diese Position hat sein Pendant bei Sidley Austin inne. Scott Freeman ist Co-Head der weltweiten M&A- und Private-Equity-Praxis von Sidley Austin. Dem Vernehmen gab es aufseiten von Guggenheim eine regionale Aufteilung zwischen den beiden beteiligten Kanzleien. Während Sidley Austin die nordamerikanischen Jurisdiktionen abdeckte, war Freshfields für Europa und den Asien-Pazifik-Raum verantwortlich.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de