Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis S.A. hat ein Pflichtangebot an die verbliebenen Aktionäre des deutschen Aventis-Vorgängers Hoechst AG vorgelegt. Mit Aventis hatte Sanofi bei der spektakulären Übernahme im Frühjahr indirekt auch rund 98,1 Prozent der Hoechst-Aktien erworben. Parallel zum Pflichtangebot hat Aventis außerdem ein Squeeze-out der Hoechst-Minderheitsaktionäre eingeleitet. Die betroffenen knapp 1,9 Prozent Hoechst-Aktien wurden dabei mit insgesamt 605 Millionen Euro bewertet.
Die Aktionärsabfindung ist Insidern zufolge die höchste seit Inkrafttreten des Wertpapierübernahmegesetzes (WpÜG) Anfang 2002. Die Hoechst-Hauptversammlung wird kurz vor Weihnachten über den Squeeze-out entscheiden. Zu den Minderheitsaktionären gehören unter anderem US-Pensionsfonds und deutsche Berufsaktionäre.
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