AviAlliance ist eine 100-prozentige Tochter des kanadischen Pensionsfonds Public Sector Pension Investment Board (PSP Investments). Die Kanadier hatten vor etwas mehr als zehn Jahren die Flughafensparte des Baukonzerns Hochtief gekauft und umbenannt. AviAlliance hält heute Beteiligungen an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Athen und San Juan in Puerto Rico. Bis zum Sommer gehörte auch Budapest dazu, diese Beteiligung wurde allerdings jüngst verkauft. PSP ist einer der größten kanadischen Pensionsinvestoren und ist im Infrastrukturgeschäft und auch im Hafen- und Verkehrssektor aktiv.
Die Verkäuferin AGS ist ein Joint Venture des spanischen Baukonzerns Ferrovial und des Private-Equity-Investors Macquarie. Der Kaufpreis von umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro enthält auch die Übernahme von Verbindlichkeiten, die in Presseberichten mit über 600 Millionen Pfund (ca. 721 Millionen Euro) angegeben werden.
Berater AviAlliance
Paul Hastings: Jessamy Gallagher (Energie und Infrastruktur; London), Nikolaos Paschos (M&A; Frankfurt; beide Federführung), Candice Lambeth, Ruth Knox (beide Energie und Infrastruktur), Stuart Rowson (Finanzierung), Jiten Tank (Steuern); Associates: Jo Lee, Emily Madden (beide Energy und Infrastruktur), Pascal Despard (Finanzierung), Jee Yoon Chung (Steuern; alle London)
Inhouse Recht (Düsseldorf): Thorsten Henze (General Counsel), Christoph Buch, Peter Henning, Nadine Schnalke (alle M&A)
Linklaters (London): FDI-Regulierung
Berater PSP Investments
Inhouse Recht: Terry Charalambous (Leiter Private Equity)
Berater Ferrovial und Macquarie
A&O Shearman (London): Richard Evans (Corporate/M&A)
Hintergrund: Paul Hastings-Partner Paschos war Anfang des Jahres von Latham & Watkins gewechselt und hat schon mehrmals für AviAlliance gearbeitet. Noch unter der Flagge von Latham begleitete er den Düsseldorfer Flughafeninvestor Ende 2023 als Mehrheitseigner im Rahmen des Börsengangs des Athener Flughafens. Als AviAlliance im Sommer 2024 den Budapester Flughafen verkaufte, hatte dagegen ein Linklaters-Team den Deal begleitet. Auch Linklaters zählt zu den regelmäßigen Beraterinnen des Unternehmens. Dabei kennen sich dessen General Counsel Henze und Paschos ebenfalls aus einer früheren Zusammenarbeit im Düsseldorfer Linklaters-Büro. Beide waren Teil des Teams, das für die Deutsche Börse bei dem damals geplanten Zusammengehen mit der New York Stock Exchange tätig war.
Auch die Londoner Paul Hastings-Partnerin Gallagher kam im Januar 2023 von Linklaters. Ebenso wie A&O Shearman-Partner Evans, der jetzt an der Seite der Verkäufer stand, ist sie auf Transaktionen im Infrastruktursektor spezialisiert. Paul Hastings hat 2023 mit den Zugängen von Frederik Mühl und Gerd Hegele von Clifford Chance auch in Deutschland Kapazitäten für die Beratung von Infrastrukturinvestoren ausgebaut.