Deutsch-britische Stromverbindung

Berater-Quartett bringt Finanzierung von NeuConnect auf den Weg

Der Bau der geplanten ‚Stromautobahn‘ zwischen Deutschland und Großbritannien soll noch in diesem Jahr beginnen. Wie die Projektgesellschaft zum 725 Kilometer langen Unterwasserstromkabel NeuConnect mitteilte, wurde nun die Finanzierungsvereinbarung für das 2,8 Milliarden Euro teure Vorhaben abgeschlossen.

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Das Projekt zur Unterwasserstromleitung zwischen Deutschland und Großbritannien ist nun durchfinanziert.

Beteiligt ist eine Investorengruppe um den französischen Infrastrukturfinanzier Meridiam, die Allianz-Gruppe und den japanischen Energieversorger Kansai Electric Power sowie ein Konsortium von mehr als 20 Banken mit Fremdkapital.

Während Meridiam die Mehrheitsanteile hält (53,5 Prozent), gehören der  Allianz rund ein Viertel der Gesellschafteranteile (26,2 Prozent) und Kansai 18,3 Prozent.   Die restlichen 2 Prozent dürften bei den Projektentwicklern liegen.

Zu den Kreditgebern für das Vorhaben gehören die Japan Bank für internationale Zusammenarbeit (JBIC), die Europäische Investtionsbank (EIB)  und die UK Infrastructure Bank. Das Konsortium umfasst auch angesehene Geschäftsbanken sowie institutionelle Investoren.

Großprojekt trotz Brexit

Das Unterseestromkabel soll die Stromnetze von Deutschland und Großbritannien bis 2028 verbinden und so zur Sicherheit der Energieversorgung beitragen. Der sogenannte Interkonnektor kann bis zu 1,4 Gigawatt Strom in beide Richtungen transportieren – das ist genug Energie für rund 1,5 Millionen Haushalte. Das Kabel soll vom geplanten Umspannwerk auf der Halbinsel Isle of Grain in der Grafschaft Kent zum Umspannwerk Fedderwarden im Stadtgebiet Wilhelmshaven verlaufen.

Neben den wirtschaftlichen Aspekten trägt die Realisierung von NeuConnect zum Klimaschutz bei: Durch die Einspeisung erneuerbarer Energiequellen in Deutschland und in Großbritannien sollen laut NeuConnect über einen Zeitraum von 25 Jahren Nettoeinsparungen von über 13 Millionen Tonnen CO2 erreicht werden.

Przemyslaw Lipin

Beratung Meridiam, Allianz Capital Partners und Kansai Electric Power
Linklaters (London): Charlotte Morgan (Federführung; Energierecht/Infrastruktur), Przemyslaw Lipin (Finanzrecht; Frankfurt), Christoph Barth (Kartellrecht; Düsseldorf), Thomas Schulz (Berlin), Philippa Gavey (London; beide Corporate/M&A); Associates: Subir Rajadhyaksha (Federführung), Nicholas Howarth, Trisha Dasgupta, Imogen Ormerod Arun Kapoor, Ali Zu’bi, Matt Carpenter, Archie Prew, Clarissa Wei (alle Energierecht/Infrastruktur), Eduardo Barrachina, Durlav Nayak (Kapitalmarktrecht), Matthias Hohmann (Frankfurt), Bob Meijer, Akrit Anand (beide Amsterdam; alle Finanzrecht), Josepha Mallwitz (Berlin), Marleen Wessel, Ruth van der Haar, Emma Romijn (alle Amsterdam; alle Corporate/M&A), Sebastian Plötz (Kartellrecht; Düsseldorf)
Inhouse Recht (Allianz Capital Partners, München): Georg Piroth (Legal Counsel Direct Investments)

Kai Liebrich

Berater Kreditgeber
Herbert Smith Freehills: Kai Liebrich (Frankfurt), David Wyles (beide Finanzrecht), Silke Goldberg (Energierecht; beide London; alle Federführung), Nick May, Matthew Job (beide London), Stefanie Herkert (alle Finanzrecht/Infrastruktur), Dr. Sven Wortberg (Immobilienrecht; beide Frankfurt), Dr. Marius Boewe (Öffentliches Recht), Dr. Christoph Nawroth, Dr. Julius Brandt (beide Corporate/M&A; alle Düsseldorf), Dr. Steffen Hörner (Frankfurt), Isaac Zailer (beide Steuerrecht), Nicholas Downing (Baurecht), Julian Pollock (Immobilienrecht; alle London), Dr. Hannes Jacobi (Frankfurt), Helen Beatty, Keith Gamble, Rowena Van de Grampel (alle Finanzrecht),  Nicholas Rutter (Aufsichtsrecht; alle London), Dr. Sebastian Schürer (Düsseldorf), Rüdiger Hoffmann (Frankfurt; beide Corporate); Associates: Dr. Tim Abendschein (Finanzrecht), Kristin Kattwinkel, David Rasche (beide Öffentliches Recht, alle Düsseldorf), Michel Maassen, Kristina Endemann (beide Düsseldorf), Chris Davis (London; alle Corporate), Tatiana Günster (Steuerrecht; Frankfurt), Owen Alcorn, Iain Suttie (beide Baurecht), Martyn Jarvis (Planungsrecht), James Tryfonos (Steuerrecht), Anne Griffith, Ruth Benfield, Thomas Papworth, Dammy Sokale, Alex Shindler-Kelly, Barbara McNulty, James Telford, Konstantin Korennoy (alle Immobilienrecht; alle London)

Kerstin Block

Berater NeuConnect
Inhouse Recht (London): Sarah King (Legal Manager)
CMS (London): Munir Hassan (Federführung), Paul Smith, Rob Gray, Juliet Stradling, Holger Kraft (Hamburg; alle Energierecht/Infrastruktur), Chris McGarvey (Kapitalmarktrecht), Dr. Kerstin Block (Bank- und Finanzrecht; Hamburg), Jenny Allan, Caroline Barr (beide Finanzrecht), Alistair McGrigor (Baurecht), Eleanor Lane, Dr. Fritz von Hammerstein (Hamburg; beide Öffentliches Recht), Robin Hutchison (Umwelt- und Planungsrecht), Leilah Rawle (Immobilienrecht),  Cecilia van der Weijden (Corporate/M&A; Amsterdam), Matthias Sethmann (Energierecht/Infrastruktur), Sebastian Belz (Öffentliches Recht; beide Hamburg), Johannes Bescher (Berlin), Dr. Hans Kiderlen (beide Immobilienrecht), Dr. Olaf Thießen (Steuerrecht; beide Hamburg); Associates: Sam Rylance, Vini Cowden (beide Finanzrecht), James Wright, Ketna Tanna, Chelsey Ross (alle Energierecht), Josh Atallah (Baurecht), Rob Garden, Kathryn Nolin (beide Planungsrecht), Jan Gröschel (Öffentliches Recht; Hamburg),  Emma Forbes-Stocken, Cihan Cömert, Christopher Schmeckel (beide Hamburg; alle Immobilienrecht), Michael Carroll, Konrad Rawicz, Dr. Luise Pelzer, Dr. Stefan Kühl (beide Hamburg), Alexander IJkelenstam (Amsterdam; alle Corporate/M&A), Jo Dance (Finanzrecht)
Graf von Westphalen (Berlin): Guido Brucker (Federführung; Energierecht/Regulierung), Dr. Maximilian Elspas (Energierecht/Corporate), Dr. Sebastian Rohrer (Baurecht; beide München), Dr. Dominik Greinacher (Öffentliches Recht)

Hintergrund: Die drei Investoren vertrauten bei den Sponsorenverhandlungen auf ein grenzüberschreitendes Team von Linklaters. Aus dem Frankfurter Büro war hier Finanzierungsexperte Lipin mit seinem Team an den Abstimmungen beteiligt. Linklaters hatte zu Beginn der Finanzierungsplanung zunächst den Mehrheitseigner Meridiam beraten, erhielt in der Folge auch das Mandat seitens Allianz und Kansai.  Die Magic-Circle-Kanzlei war Anfang 2022 auch bei der Finanzierung des Greenlink-Interkonnektors zwischen Irland und Großbritannien unterstützend tätig.

Den Kreditgebern steht der Frankfurter Finanzierungspartner Liebrich von Herbert Smith zur Seite, in Kooperation mit der Londoner HSF-Dependance. Das Team um die Londoner Partnerin Goldberg verfügte bereits über Erfahrung mit Interkonnektoren, was hier mit ausschlaggebend für die Mandatierung war.

Guido Brucker

Im Auftrag der Betreibergesellschaft NeuConnect betreut Graf von Westphalen unter Federführung von Brucker die energierechtlichen und regulatorischen Aspekte. Das heutige GvW-Team um Brucker und Elspas war von Beginn der Projektplanung an involviert, allerdings arbeitete es seinerzeit noch unter der Flagge von Beiten Burkhardt (heute Advant Beiten).  Es wechselte im Sommer 2021 zur Wettbewerberin Graf von Westphalen.

Ein multinationales CMS-Team aus Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden unter der Leitung des Energie- und Klimaexperten Hassan befasst sich mit Genehmigungsthemen, Grundstücksrechten, Errichtungsverträgen, Netzanschluss und Unternehmensstruktur sowie der Erstellung von Due-Diligence-Berichten zum Zweck der Finanzierung. Teil des Teams ist auch die Hamburger Partnerin Block, Leiterin der Bank- und Financepraxis von CMS Deutschland. CMS berät NeuConnect bereits seit 2017.

Ursprünglich gehörte auch die Britin Sarah King zu dem CMS-Team, seit 2004 war sie Partnerin im Londoner Büro. Sie berät NeuConnect seit August 2020 als selbständige Beraterin, mit einem festen Mandat als Legal Counsel.

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