Conwert

Gewerbeimmobilien gehen mit Latham und Schönherr an HanseMerkur

Die HanseMerkur Grundvermögen, eine Tochter des Hamburger Versicherers HanseMerkur, erwirbt für 331 Millionen Euro ein Portfolio an deutschen und österreichischen Gewerbeimmobilien von Conwert. Der Wiener Immobilienkonzern hatte die Transaktion bereits im September in einer Ad-hoc-Meldung angekündigt, jedoch den Käufer nicht genannt.

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Michael Lagler
Michael Lagler

HMG übernimmt mit dem Kauf 34 Büro- und Handelsimmobilien mit einer Nutzfläche von 200.000 Quadratmetern, zwei Liegenschaften weniger als ursprünglich angekündigt. Im September hatte Conwert den Verkauf von 36 Liegenschaften mit 207.000 Quadratmetern in Aussicht gestellt. Wettbewerbsrechtliche Genehmigungen stehen aus, das Closing erwarten die Parteien zum Jahresende.

Die Immobilien gehen an ein neu aufgelegtes Sondervermögen ‚HMG Grundwerte Chancen‘, in das neben der HanseMerkur Grundvermögen sechs weitere institutionelle Investoren Kapital einbringen. Neben dem genannten Fonds bietet HMG drei weitere Anlagemöglichkeiten mit regionalen und sektoralen Schwerpunkten an.

HMG ist eine 2014 gegründete Tochtergesellschaft der HanseMerkur. Die Versicherungsgruppe wies im Geschäftsbericht 2015 gut 2.000 Mitarbeiter aus und erzielte einen Jahresüberschuss nach Steuern von rund 63 Millionen Euro. Die Bruttobeitragseinnahmen beliefen sich auf 2,05 Milliarden Euro.

Berater HanseMerkur Grundvermögen / HMG Grundwerte Chancen
Latham & Watkins (Hamburg): Dr. Christian Thiele, Dr. Stefanie Fuerst (beide Federführung), Annette Griesbach, Dr. Jörn Kassow, Panu Siemer (alle Immobilienwirtschaftsrecht), Dr. Tobias Klass (Immobiliensteuerrecht), Dr. Jana Dammann de Chapto (Kartellrecht); Associates: Christina Hölder, Julia Thuenken, Patrick Braasch (alle Immobilienwirtschaftsrecht), Dr. Verena Seevers (Immobiliensteuerrecht),
Schönherr (Wien): Dr. Michael Lagler (Federführung; Immobilienrecht); Dr. Franz Urlesberger (Kartellrecht); Associates: Christoph Tittes, Dr. Theresa Goriany (beide Immobilienrecht; beide Rechtsanwaltsanwärter)
Inhouse Recht (Hamburg): Martin Spörl (Syndikus)
Inhouse Steuern (Hamburg): Jörg Kotzbacher (Leiter Portfolio Management)

Maximilian Schilling
Maximilian Schilling

Berater Conwert
GSK Stockmann (München): Dr. Maximilian Schilling (Federführung; Immobilienrecht), Dr. Dirk Koch (Steuerrecht), Wolfgang Jegodka (Kartellrecht; Berlin); Associate: Kerstin Franke (Immobilienrecht)
bpv Hügel (Wien): Dr. Michaela Pelinka (Liegenschaftsrecht), Dr. Elke Napokoj (Kapitalmarktrecht), Stefan Gaug (Vertragsrecht), Gerald Schachner (Steuerrecht), Dr. Franz Stenitzer (Kartellrecht); Associate: Katharina Wilding (Liegenschaftsrecht; Rechtsanwaltsanwärterin)
Inhouse Recht (Wien): Dr. Clemens Billek (Leiter Corporate Legal), Julia Weber (Recht Österreich), Julia Holdhaus (Recht Deutschland)

Hintergrund: Die bei der Immobilientransaktion beratenden Kanzleien waren bereits mit der Ad-hoc-Mitteilung vom September bekannt, nicht jedoch die individuellen Berater auf Käuferseite.

Bei Conwert veränderte sich Ende September die Aktionärsstruktur. Die zypriotische Gesellschaft Mountain Peak Trading, eine 100-prozentige Tochter der Adler Real Estate, erwarb 5 Millionen Conwert-Aktien des Anteilseigners Petrus Advisors. Damit überschritt Adler indirekt die Meldeschwelle von 25 Prozent. Die Londoner Investoren von Petrus Advisers hielten weiterhin 1,65 Prozent an Conwert. Diese Transaktion ging auf einen Optionsvertrag vom Juli zurück. Als Berater waren für Adler Real Estate die Sozietäten Norton Rose Fulbright in Deutschland und DLA Piper Weiss-Tessbach in Österreich tätig. Petrus Advisors griff auf die Expertise Dorda Brugger Jordis zurück. Als Adler im März versuchte, die Mehrheit im Conwert-Verwaltungsrat zu erlangen, hatte Hochedlinger Luschin Marenzi Kapsch den britischen Investor beraten.

Bereits Anfang September hatte Adler seinen gesamten direkt und indirekt gehaltenen Anteil von gut 27,5 Prozent an dem österreichischen Immobilienkonzern dem deutschen Konkurrenten Vonovia angedient. Dieser hatte am 5. September ein Übernahmeangebot für Conwert vorgelegt, zu dem am 17. November die Angebotsunterlagen folgen.

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